Täter vor der Tat gefasst

Neue Masche: Der Cyber-Bankraub

Vorbei die Zeiten, als Bankräuber mit einer Pistole und albernen Clownsmasken oder gar Damenstrümpfen auf dem Kopf Banken überfallen mussten. Per Computer und Internet geht das alles viel eleganter. Auch die Summen haben sich vervielfacht. Allerdings war im aktuellen Fall in London Scotland Yard schneller.

Die Räuber kamen durch die Leitung: Über einen Hack konnten sich die Cyber-Bankräuber Zugriff auf das System der Londoner Filiale der japanischen Sumitomo Mitsui-Bank verschaffen. Von hier aus wollten die Angreifer dann 300 Millionen Euro abzweigen und auf Konten in Israel und anderen Ländern überweisen.

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Keylogger im Bank-Account

Einer der Täter in Spe hatte sich mittels Key-Logger an Account-Daten und Passwörter herangemacht. Unklar ist allerdings, wie die Keylogger installiert werden konnten, ohne dass die Täter direkten Zugang zu dem System gehabt haben. Mithilfe der Mitarbeiter-Daten konnten sich die Bankräuber dann in das System der Bank einwählen.

Die dem Scotland Yard unterstellte National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) von Grossbritannien hatte die kriminellen Aktivitäten auf dem Bankenrechner bemerkt und die Räuber dingfest gemacht, bevor sie ihren Plan durchführen konnten. Bei der Gelegenheit warnten die Sicherheits-Experten direkt noch andere Banken vor ähnlichen Einbrüchen.