Standort Deutschland für private Webradios zu teuer

Webradio: Flucht ins Ausland

Nicht nur die Manager großer Industrieunternehmen müssen sich heutzutage überlegen, ob der oft diskutierte Standort Deutschland finanziell noch interessant ist. Jetzt denken auch Leute über das Auslagern ihrer Projekte nach, von denen man das eher nicht erwartet hätte: Webradio-Macher.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Hohe Kosten können nicht aufgebracht werden
  2. 2Konzept schlug ein wie Bombe
  3. 3Niedergesäß: Neue Gebührenverordnung verletzt Medienrecht
  4. 4Weniger Musikvielfalt im Netz

Dabei handelt es sich nicht um große kommerzielle Radiosender, die sich Gedanken über ihre finanzielle Situation und ein eventuelles Auswandern ins Ausland machen, sondern kleine, private und unkommerzielle Internetradio-Projekte, die ihr Programm teilweise aus dem Wohnzimmer in die Weiten des Internets senden.

Grund für diese Überlegungen ist die geänderte Gebührenverordung der GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH) für Webradio-Betreiber. Ab dem ersten April werden die Gebühren, welche die Webradio-Macher an die GVL zahlen müssen, auf eine andere Art und Weise berechnet.

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Hohe Kosten können nicht aufgebracht werden

Das führt bei vielen Webradiosendern zu einer Explosion der Kosten, welche sich viele Privatpersonen, die hinter solchen Projekten stecken, nicht leisten können.

Auswege aus der neuen Gebührenordung gibt es wenige. Viele der privaten, deutschen Webradios werden wohl ab April ihr Programm einstellen müssen. Einige Radio-Macher arbeiten jedoch derzeit fieberhaft an Lösungen, ihr Programm trotzdem irgendwie am Leben zu halten.

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