Spammer setzen auf Botnetze
Zombie-PCs: Eine Millionen Rechner betroffen
Sicherheit
Wenn der Rechner gerne Nachts Gehirne auslutscht, immer zu langsam wirkt, an seltsamen Stellen leuchtet und irgendwie einen dämlichen Eindruck macht, ist sein Benutzer mit grosser Wahrscheinlichkeit Gamer. Ansonsten handelt es sich nämlich um einen Zombie-PC, bedingt durch eine Viren-Infektion.
Viren-Zombies? Klingt nach dem Horror-Klassiker "28 Days Later", in dem eine Viren-Infektion mit dem bezeichnenden Namen "Wut" binnen 28 Tagen fast die gesamte Weltbevölkerung zu aggressiven Zombie-Gestalten mutieren lässt. Ähnlich geht es den Zombie-PCs. Eine Infektion und schon ist der Rechner nicht mehr Herr seiner Sinne, tut, was ihm der Virus sagt.
Botnetze stehlen Bandbreite
Zum Beispiel Spam verschicken. Und das, während der Benutzer regulär an dem Rechner arbeitet. Ohne etwas davon zu merken. Denn im Hintergrund agieren Spammer und Virenschreiber, die die Zombie-Rechner zu sogenannten Botnetzen zusammenschließen. Was dem User an Rechenleistung und Bandbreite gestohlen wird, kann von den Kriminellen verkauft werden. Zum Versand von Spam, zur DoS-Attacke oder für Distributed Computing-Aufgaben.
Laut einer Schätzung des Honey-Net-Projektes sind rund weltweit rund eine Millionen Rechner als Zombies unterwegs, Tendenz stark steigend. Das war auch die Intention von Eugene Kaspersky im Netzwelt-Gespräch auf der CeBIT 2005: "Die Zahl der Botnetze wird stark zunehmen."
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