Pokerface und Anschluss-Verpasser

VoIP: Warten auf den großen Reibach

Die Geheimwaffe der letztjährigen CeBIT sollte auch in diesem Jahr eine werden: Voice-over-IP (VoIP) war auch in diesem Jahr in aller Munde. Doch was hat sich in den letzten zwölf Monaten getan? Die meisten DSL-Provider haben ein eigenes VoIP-Angebot gestartet oder zumindest in Arbeit. Die ersten Kunden nutzen VoIP - und sind zufrieden.

Gemischtes Doppel: HomeStation und iP1
Gemischtes Doppel: HomeStation und iP1

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Spektakulär, aber wenig mutig: das VoIP-Handy
  2. 2VoIP-Geräte werden sich ähnlich schnell wie WLAN-Router durchsetzen
  3. 3Die Telekom verpasst den Anschluss
  4. 4sipgate: das GMX unter den VoIP-Providern?
  5. 5Vom DSL-Reseller zum VoIP-Reseller

Was hätte die diesjährige CeBIT also revolutionär Neues bringen können? Tarife, die noch einen Zehntel Cent billiger sind? Oder etwa Videotelefonie? Einige Provider zeigten sogar eilig zusammengezimmerte Angebote, von denen sie selbst sagen, dass sie für Geschäftskunden gemacht sind. Mit anderen Worten: Videotelefonie interessiert keinen Depp. Ein typischer und völlig unberechtigter Medienhype.

Spektakulär, aber wenig mutig: das VoIP-Handy

Die Kunst, auf der Klaviatur der Aufmerksamkeit zu spielen, versteht allerdings niemand so gut wie 'everybody's darling' freenet. Viel Aufsehen hat deshalb das Handy iP1 hervorgerufen, das Voice-over-IP beherrscht und kostenlose Gespräche ins deutsche Festnetz ermöglicht. Zumindest in den Medien. Voice-over-IP auf dem Handy: Das hört sich revolutionär an.

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Gemischtes Doppel: HomeStation und iP1
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Gemischtes Doppel: HomeStation und iP1

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HomeStation: Hübsch ist anders
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HomeStation: Hübsch ist anders

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Gebrandet: Freenet iP1 zugeklappt
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Gebrandet: Freenet iP1 zugeklappt

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Auch innen gebrandet: Freenet iP1
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Auch innen gebrandet: Freenet iP1


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Tatsächlich ist das vorgestellte Alcatel-Handy aber nur ein weiteres VoIP-Gerät, das an den DSL-Anschluss angedockt wird. In diesem Fall über Bluetooth und nicht über Kabel, wie bei Headset, USB-Telefon, VoIP-Router mit Anschlüssen für herkömmliche Telefone und echten IP-Telefonen. Ähnliche Angebote gibt es bereits oder werden bald folgen. Zum Beispiel der VoIP-Client auf dem PDA oder Smartphone.

VoIP-Geräte werden sich ähnlich schnell wie WLAN-Router durchsetzen

Was sollen die Provider auch vorstellen? Neu war die Internet-Telefonie lediglich im letzten Jahr, jetzt geht es darum, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen und möglichst viele Kunden zu gewinnen. Jeder wartet - mit Ausnahme der Deutschen Telekom - auf den großen Reibach. In manchen Gesichtern konnte man bereits das Pokerface entdecken, dem noch einige Asse im Ärmel stecken.

Genauso wie sich WLAN in deutschen Haushalten durchgesetzt hat, weil vielen DSL-Neueinsteigern ein WLAN-DSL-Router für wenig Geld mitgegeben wurde, wird sich nun auch Voice-over-IP durchsetzen. Fast jeder Hardware-Hersteller rüstet gerade sein Portfolio auf. Der Kunde schließt den DSL-Router wie gehabt an, stöpselt sein altes Telefon ein und telefoniert los. Fertig. Irgendwann wird Voice-over-IP sogar wieder einfach "telefonieren" heißen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Internettelefonie und Apple iPhone.

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