Samsung-TFTs mit vier Millisekunden und Luftionisierer
CeBIT: Flachbildschirme für Zocker, Farbenblinde und Gestresste
Das Hickhack um die schnellsten Reaktionszeiten konnte Samsung auf der CeBIT um die Haarspalterei einer Tausendstel Sekunde knapp für sich entscheiden. BenQ blieb mit einem flotten Grau-Wechsel von nur fünf Millisekunden dicht auf den Fersen. Mit ungewohnte Tönen kündigt der koreanische Monitorhersteller zudem einen "Welness-Monitor" an, der Stress abbauen und helfen soll, Depressionen zu verhindern.
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Netzwelt auf der CES: BenQ zeigt ersten 1-ms-Flachbildschirm
Am Stand von BenQ konnte netzwelt den ersten Prototyp eines Flachbildschirms mit einer rekordverdächtigen Reaktionszeit von nur einer Millisekunde in Aktion erleben. Damit arbeitet der FP93GX+ zumindest laut dem Datenblatt noch eine Millisekunde schneller als der erst im Oktober 2005 angekündigte FP93GX.
Wie wir uns selbst überzeugen konnten, kann eine Reaktionszeit von acht Millisekunden schon vollkommen ausreichend sein, um Schlieren aus dem rasanten Spielgeschehen akuteller 3D-Shooter zu verbannen. Für den Farbwechsel von Grau zu Grau benötigt der SyncMaster 930B nur die Hälfte der Zeit. Ausgeliefert wird er mit einem analogen und digitalen Eingang sowie einer Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten. Der horizontale und vertikale Einblickwinkel beläuft sich auf jeweils 160 Grad.
Chip und Software für Farbenblinde
Während sich mit "MagicBright" die Helligkeit in verschiedenen Stufen an die Bedürfnisse des Betrachters anpassen lässt, soll "MagicColor" die Farben stärker strahlen lassen. Dafür analysiert ein Chip die eingehenden Bildsignale und stellt die optimale Farbsättigung automatisch ein. Wer mit Farbblindheit geschlagen ist, dem soll hingegen soll der nahezu baugleiche 930C weiterhelfen: mit einer speziellen Software können die Farbverläufe der Sehstörung angepasst werden.
Die dort eingegebenen Informationen verarbeitet dann ein Chip innerhalb des Monitors. Da die Einstellungen einfach gespeichert und wieder abgerufen werden können, werden hier auch Normal-Sichtige nicht benachteiligt. Hier bleibt allerdings zu bedenken, dass das verwendete TN-Panel schon bauartbedingt nicht so viele Farben darstellen kann wie ein MVA-, PVA- oder (S)IPS-Panel.
Bildschirmarbeit als Therapieform?
Die Art und Weise, wie Samsung seinen selbsternannten "Wellness-Monitor" 721SA anpreist, weist durchaus Parallelen zu den Produktbeschreibungen eines Esoterik-Katalogs auf:
"Über einen kleinen Schlitz an der Vorderseite werden negativ geladene Ionen in den Raum abgegeben. Das hat eine positive Auswirkung auf den Körper: Der Effekt ist der gleiche, als würde man sich vor einem rauschenden Wasserfall entspannen oder einen Waldspaziergang machen. "MagicGreen" heißt diese Errungenschaft von Samsung. Sie soll Stress abbauen und helfen, Depressionen zu verhindern."
Es ist davon auszugehen, dass es sich im Prinzip um einen gewöhnlichen Lufterfrischer handelt, der Staub, schlechte Gerüche und Feinstpartikel aus der Atemluft filtert. Englische Forscher probten bereits vor zwei Jahren den Einsatz von Ionisiergeräten in Krankenhäusern, um krankheitserregende Keime loszuwerden.

Auf der CeBIT 2008 stellt Samsung seinen neuen LCD-Monitor SyncMaster 2263DX vor. Zusätzlich zu dem 22-Zoll-Hauptbildschirm verfügt er über ein separat ansteuerbares 7-Zoll-Display, das per USB an an den großen Monitor andockt.
Auf der CeBIT hat Samsung zwei neue Modelle der SyncMaster-Reihe vorgestellt. T240 und T260HD besitzen Monitorränder aus Glas, die von der Firma als Transparent Opaque Color-Design kommuniziert werden. Darüber hinaus sollen die Monitore bei Reaktionszeit und Kontrastwert überzeugen.
Der neue Asus-Monitor LS221H geht mit einer Tiefe von nur 45 Millimetern und edlen Materialen wie Glas, Leder und Klavierlack auf Kundenfang. Die äußerst robuste Glasoberfläche soll besonders widerstandsfähig sein, die technischen Daten leider nur Standardkost.
3D-Grafik gehört bei Computerspielen inzwischen zum Standard. Samsung bringt jetzt eine PC-Monitor auf den Markt, der die dreidimensionalen Spielwelten nicht nur in zwei Dimensionen darstellt. Eine 3D-Brille ist dennoch nötig.
Vor einigen Jahren kosteten Bildschirme mit einer Diagonale von 27 Zoll noch vierstellige Beträge. Dank massiver Preissenkungen quer durch das Monitor-Segment werden die großen Bildschirme für Privatanwender immer interessanter. HP bringt nun den TFT mit der Bezeichnung 2709m mit einer Diagonalen von 27 Zoll und Full-HD Auflösung für nur 500 US-Dollar auf den Markt.




