Kriminelle Tätigkeiten nehmen zu
Computerviren: Lokale Verbreitung immer beliebter
Der gemeine Computer-Virus wurde in der Vergangenheit immer häufiger von Würmern abgelöst. Doch der klassische Virus startet sein Comeback: Schädlinge verbreiten sich immer häufiger auf der lokalen Ebene.
Kriminelle statt Teenagern
Das jedenfalls ist die Befürchtung von Kaspersky-Antivirus Gründer Eugene Kaspersky. "Lokale Attacken nehmen in den letzten Monaten zu", so Kaspersky gegenüber Journalisten der DPA. Und vermehrt geht es dabei nicht und normale Angriffe von aufmerksamkeits-neurotischen Teenagern, sondern um den Versuch, Geld aus einem Angriff zu schlagen.
Wohl deshalb ist es den Angreifern und Virenautoren auch nur Recht, wenn ihre Machwerke möglichst wenig ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Denn sobald eine Malware bemerkt wird, machen sich sämtliche Antiviren-Unternehmen daran, eine Gegenmaßnahme auf den Markt zu bringen. Und sei es nur ein Signatur-Update. So beträgt die Lebenserwartung einer Wurm-Revision inzwischen nur noch wenige Stunden - zu wenig, um sich verbreiten zu können.
Kontrolle ist gut
Die Kriminellen verfolgen inzwischen vornehmlich kriminelle Ziele. Es geht nicht darum, den Wurm oder Virus in möglichst kurzer Zeit auf der ganzen Welt zu verbreiten. Stattdessen sollen sie lokal möglichst effizient arbeiten. Und verhindern damit, den Viren-Jägern vorschnell ins Netz zu gehen. Der Schaden könnte beträchtlich sein.
Kaspersky: "Bei 1000 infizierten Computern reicht schon eine Erfolgsquote von fünf Prozent, damit sich ein Angriff lohnt." Die globale Verbreitung sei in diesem Zusammenhang nur Kontraproduktiv, zumal der Angreifer nicht steuern kann, wo sein Wurm oder Virus gerade sein Unwesen treibt. Das ist zwar auch in Unternehmens-Umgebungen so, aber in einem wesentlich kleineren Rahmen.
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