Wenn das Team zur Waffe wird
Test: Star Wars: Republic Commando
Kamen mit "Star Wars: KotOR 2" jüngst die Rollenspieler zu ihrem Recht, richtet sich der nächste Ableger der Sternenkrieg-Saga auf Ballermänner mit Führungsqualitäten. Der teambasierte Shooter im Test.
In "Star Wars: Republic Commando" gehorcht ein Team von Spezialisten den Befehlen des Spielers. Gesteuert werden die clever agierenden Krieger aus dem Klonlabor mit wenigen Tasten. Um ein Hindernis aus dem Weg zu räumen, genügt ein Druck auf die Benutzen-Taste und schon eilt der Mann fürs Grobe mit einer Sprengladung herbei. Wird dieselbe Taste beim Anvisieren einer Sicherheitsschleuse gedrückt, macht sich der Hacker ans Werk. Auch der Scharfschütze bezieht auf Kopfdruck Stellung in einer strategisch günstigen Position. Die taktischen Befehle wie Ausschwärmen oder Formieren verteilen sich auf die Funktionstasten 1 bis 4.
Kräftig austeilen müssen natürlich alle Teammitglieder. Im Kampf gegen Insektoiden, Killerdroiden und andere Gestalten, die man sich schwer auf der "Wetten, dass..."-Couch vorstellen kann, ist Schützenhilfe bitter nötig. Dankbarerweise helfen die Krieger einander sogar über den Tod hinaus. Fällt ein Mitglied im Kampf, wird es auf Befehl wiederbelebt. Auch der Kommandant wird nach einem virtuellen Exitus reanimiert, falls befohlen, sogar mitten im Gefecht. Erst wenn das komplette Team reglos im Sternenstaub liegt, ist der Einsatz gescheitert. Dann sollte die uneingeschränkte Speicherfunktion den Spieler davor bewahren, das jeweilige Level wiederholen zu müssen.
Eine Waffe, viele Möglichkeiten
Zum Bestaunen der guten 3D-Grafik, die hübsche Rauch- und Explosionseffekte auf den Schirm zaubert, bleibt angesichts der Gegnerschwemme kaum Zeit. Wirklich sicher fühlen darf man sich nur selten, etwa dann, wenn nach dem Herunterlassen eines eisernen Vorhangs sämtliche Ruhestörer ausgesperrt sind. Doch selbst in ruhigen Momenten scheint die Gefahr allgegenwärtig. Ein gutes Beispiel dafür ist die Sabotagemission in einer Droidenfabrik, bei der man - ausnahmsweise auf sich allein gestellt - umringt ist von "schlafenden" Kampfmaschinen. Überflüssig zu erwähnen, dass die Dosenmänner vereinzelt die blechernen Lider hochfahren und sogleich die aggressivste Angriffsroutine laden.
