CeBIT: MusicTrace: Kopierschutz mit Peilsender

Derzeit noch Entwicklungsbedarf

Während des Betriebs werden die Audiosignale auf digitale Wasserzeichen überprüft. Sobald ein Wasserzeichen detektiert worden ist, wird ein Eintrag in die MusicTrace Datenbank gemacht, wodurch die Protokollierung von Kundennummern oder IDs ermöglicht wird. Anhand der Protokolle können Kunden von MusicTrace beispielsweise im Internet aufgefundene Kopien eines Musikstückes später dem ursprünglichen Käufer zuordnen.

Damit die Technologie vom Hörer nicht als störend empfunden wird, hat MusicTrace bei seiner Wasserzeichentechnologie ein psychoakustisches Modell gewählt, ähnlich wie beim Kompressionsverfahren MP3. Gleichzeitig ist die Wasserzeichentechnologie 100%ig kompatibel zu allen gängigen MP3-Playern am Markt. Die Labels und der Musikdienst setzen bei dem Modell auf Kundenzufriedenheit und Fairness. Verbreitet ein Kunde dennoch Songs in Tauschbörsen, dann muss er mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

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Im Vergleich zu anderen Wasserzeichen-Technologien bietet MusicTrace den Rechteinhabern offenbar mehr Sicherheit. "Kauft ein Kunde eine MP3, wandelt diese dann in WAV um und letztlich in Ogg Vorbis, dann werden durch diese Transkodierung einige Wasserzeichen entschärft. Nicht so bei MusicTrace. Unser Wasserzeichen bleibt auch nach Transkodierungen lesbar," verspricht Siebenhaar.

Einen kleinen Nachteil hat die Technologie derzeit dennoch. Bisher funktioniert das Verfahren nur bei Musikstücken mit einer Bitrate bis zu 160 kBit/s. Viele Musikdienste wechseln derzeit aber von 128 kBit/s auf 192 kBit/s oder gar 256 kBit/s. MusicTrace weiß um die Schwäche und will deshalb in den nächsten Monaten aufrüsten, um auch die höheren Bitraten bedienen zu können.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Musikdienst hier.

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