MP3- und WMA-Songs von Majorlabels
Exklusiv: freenet startet eigenen Musikdienst
Das Internet-Unternehmen freenet wird in wenigen Wochen neben seinen Video-on-Demand-Dienst auch einen eigenen Musikdienst anbieten. Auf der CeBIT bestätigte Claas Voigt von freenet den beabsichtigten Start gegenüber netzwelt.de. Im Gespräch verriet er einige Details über den im Portal integrierten Musikdienst "http://musikdownload.freenet.de".
freenet hatte lange gewartet, bevor nun ein eigener Online-Musikdienst kommen soll. Wer dachte, dass nun ein revolutionärer Dienst gestartet wird, der wird enttäuscht sein. Tatsächlich basiert der Shop auf der Technik des Plattformanbieters 24/7, der auch die Musikdienste von Magix, Medion und MediaMarkt betreut.
Wegen der gleichen Plattform wird sich der Musikdienst auch nur wenig von den anderen 24/7-Shops unterscheiden. Die Songs werden im WMA-Format angeboten. Einige Independent-Labels bieten ihren Katalog auch im MP3-Format an. Das Portfolio besteht in erster Linie aus Majorlabels. "Allerdings ohne Universal Music, dafür aber mit etlichen Independent-Labels," so Voigt.
Musikdienst mit Legalisierungspotential
Warum aber bietet freenet keinen "eigenen" Musikdienst wie ihn etwa T-Online mit Musicload hat - mit einer eigenen Plattform? "Wir wollen unser Kerngeschäft nicht aus den Augen verlieren und sehen den Musikdienst eher als Service an unsere Kunden und nicht als neues Geschäftsfeld," erklärt Claas Voigt die Entscheidung von freenet.
Bleibt die Preisfrage. "Wir werden keine Dumpingpreise anbieten. Deshalb werden die Preise zwischen 0,99 Euro und 1,59 Euro schwanken. Genau steht das noch nicht fest," meint Voigt. Auch eine Kombination mit den DSL-Produkten ist möglich. "Denkbar wäre zum Beispiel ein kombinierter DSL-Tarif, der die illegalen Filesharing-Aktivitäten durch Portsperrungen beschränkt und die Ersparnis in Form von Gutscheinen für den freenet Musikdienst direkt an den Kunden weitergibt."
