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CeBIT: Grenzenlose Multimedia am saarländischen Forschungsstand
Universität des Saarlandes stellt interessantes Software-Konzept vor

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Wie die Zukunft des Home-Entertainment aussehen könnte zeigten in Hannover nicht nur die großen Firmen wie Microsoft. Die Universität des Saarlandes präsentierte ein Home-Entertainment-System mit einem beeindruckenden Potential, dass nicht nur auf einen Hersteller fixiert ist, sondern völlig plattformübergreifend arbeiten kann

Wie die Zukunft des Home-Entertainment aussehen könnte zeigten in Hannover nicht nur die großen Firmen wie Microsoft. Die Universität des Saarlandes präsentierte ein Home-Entertainment-System mit einem beeindruckenden Potential, dass nicht nur auf einen Hersteller fixiert ist, sondern völlig plattformübergreifend arbeiten kann.

Am saarländischen Forschungsstand scheint alles irgendwie miteinander vernetzt zu sein. Ein undurchdringliches Kabelwirrwarr verbindet Displays, Rechner, Organizer und eine mysteriöse, schwarze Box. Mittendrin Marco Lohse vom Lehrstuhl für Computergraphik der Universität des Saarlandes. Mit leuchtenden Augen erklärt er uns wozu die von Mitarbeitern des Lehrstuhles entwickelte NMM-Software in der Lage ist.

Auf die Millisekunde synchron auf Linux und Windows

NMM steht für "Netzwerk-Integrierte Multimedia Middleware" und ist im Prinzip eine Multimedia-Software die auf Betriebssysteme pfeift. Was uns anfangs noch nicht so ganz klar war mündet spätestens beim Einschalten des Systemes in offenmundiges Staunen. Die NMM-Software ist in der Lage sowohl Linux- als auch Windows-Systeme anzusprechen, und dies sogar gleichzeitig und auf die Millisekunde synchron.

Anschaulich bedeutet dies das auf dem Messestand ein laufendes Videobild parallel auf beiden Systemen zu sehen war, und sogar in der Mitte geteilt war. Die eine Hälfte des Bildes auf dem Windows-, die andere Hälfte auf dem Linux-Rechner.

Die Architektur der Software erlaubt es zudem, alle Geräte in einem Netz zusammenzuschalten. Nutzer können so beispielsweise gleichzeitig ein Videobild auf einem Organizer, einem PC und einem Fernseher wiedergeben. Außerdem ist es möglich die gespeicherten Daten auf dem am besten für den jeweiligen Zweck geeigneten Gerät abzuspielen. Auf Knopfdruck kann so die komplette MP3-Sammlung des Organizers oder Handys über die großen Boxen der Stereoanlage abgespielt werden.

NMM

Bild 1 von 5

Doch damit nicht genug. Fast beiläufig nimmt Herr Lohse eine normale Fernbedienung in die Hand, navigiert mit ein paar Tasten durch die grafische Oberfläche der NMM-Software, und zaubert plötzlich das Bild einer Kamera im weit entfernten Saarland auf die Monitore. Über die Lautstärkeregler der Fernbedienung kann er die Bewegungen der Kamera steuern und das Bild zoomen.

Ein Tastendruck weiter steuert er wieder durch die Video- und Fernsehaufzeichnungen. Die Einsatzmöglichkeiten der Software reichen allerdings noch viel weiter, und die vorgestellten Möglichkeiten sind nur ein paar Anwendungsbeispiele

Demnächst vielleicht auf Handy und MP3-Player

Entwickelt wurde die Netzwerk-Integrierte Multimedia Middleware zu einem großen Teil von Studenten der Uni Saarland, aber auch in Zusammenarbeit mit Partner-Hochschulen und der Industrie. Die gesamte Entwicklung läuft bereits seit über vier Jahren und ist für alle Beteiligten noch längst nicht abgeschlossen. Um die Weiterentwicklung voran zu treiben wurde vor kurzem ein Start-Up-Unternehmen gegründet.

Für die Zukunft plant das Team weitere Versionen der Software für verschiedene Windows-Systeme, Handy-Plattformen und Organizer.

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http://www.netzwelt.de/news/70400-cebit-grenzenlose-multimedia-saarlaendischen-forschungsstand.html
2005-03-13 17:02:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/900/6335.jpg
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