Größter T-Com-Konkurrrent kündigt außerdem SDSL-Anschlüsse an
Arcor-Chef: T-Com-Mieten für Anschlussleitungen viel zu hoch
Die Mietpreise die T-Com-Konkurrenten für die Nutzung der T-Com-Anschlussleitungen zahlen müssen, sind viel zu hoch. Das findet zumindest Arcor Chef Harald Stöber. "Die Monatsmiete für diesen Kundenanschluss ist in Deutschland mit 11,80 Euro drastisch zu hoch. Wir fordern weniger als zehn Euro", sagte Harald Stöber auf der CeBIT.
Wenn demnächst die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) neu über die Gebühren entscheidet, ist eine Senkung aus Stöbers Sicht unumgänglich. Denn Voraussetzung eines vitalen Breitbandmarktes - auch in ländlicheren Regionen - sei ein fairer Einkaufspreis für Anschlussleitungen zu den Endkunden, so Stöber. Er verlangte daher von der Bonner Behörde eine "Weichenstellung, die Deutschlands Weg in die integrierte Sprach- und Datenkommunikation forciert."
Arcor hat zwar in vielen Regionen bereits ein eigenes Netz aufgebaut, bei den Teilnehmeranschlussleitungen (TAL), der sogenannten letzten Meile ist aber auch der größte T-Com-Konkurrent häufig auf die Kupferadern des Marktführers angewiesen.
SDSL-Anschlüsse angekündigt
Arcor kündigte außerdem an, Kunden künftig auch SDSL-Anschlüsse anbieten zu wollen. Der SDSL-Zugang mit 2 MBit/s inklusive Flatrate kostet monatlich 206,48 Euro. Für 4 Mbit/s wird Arcor 415,28 Euro verlangen.
Kunden können sich wahlweise auch für einen Volumentarif mit einem Gigabyte Inklusivvolumen entscheiden: Die Volumenrates kosten 114,84 beziehungsweise 230,84 Euro. Für jedes weitere Gigabyte berechnet Arcor 16,24 Euro.
Neben den SDSL-Anschlüssen hatte Arcor kurz vor der CeBIT bereits ein eigenes VoIP-Angebot mit Bildübertragung sowie schnellere ADSL-Anschlüsse angekündigt.
