Arcor-Chef stolz auf Telekom-Konkurrenz
CeBIT: Auch Arcor bietet 6-Mbit-DSL
Arcor, der ewige Zweite, läuft wieder der Telekom nach - wenn auch nur mit zwei Tagen Verspätung. Im Rahmen der Bekanntgabe der 9-Monats-Zahlen auf der CeBIT wurde das 6-Mbit-DSL-Angebot aber nur im Nebensatz erwähnt, hauptsächlich ging es um die Unternehmenszahlen.
Mehr als 300.000 Kunden nutzen DSL von Arcor; im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um mehr als 100 Prozent. Auch bei den Telefon-Kunden konnte Arcor nachlegen: Die Zahl Stieg um 65 Prozent auf rund 550.000. Insgesamt machte Arcor mit seinem gesamten Angebot einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro; davon waren 155 Millionen Euro Gewinn vor Steuern.
Härtester Konkurrent, aber weit abgeschlagen
Eindrucksvoll sind die Wachstumszahlen, aber im Vergleich mit dem Platzhirsch Telekom sieht Arcor wieder klein aus: 5,8 Millionen Kunden surfen über T-DSL oder ein Resale-Angebot; allein 2004 kamen 628.000 neue Anschlüsse hinzu. Dafür musste die Telekom auf dem Festnetzmarkt Federn lassen: Die Zahl der Anschlüsse sank von 27,2 auf 26,2 Millionen.
Ein Teil der Telekom-Kündiger ist wohl bei Arcor gelandet, was auch nicht weiter verwunderlich ist: ISDN- und DSL-Anschluss plus Flatrate kosten bei Arcor 39,95 Euro, bei der rosa Konkurrenz werden mehr als 70 Euro fällig.
Billig und profitabel
Mit VoIP und Videotelefonie will Arcor von der CeBIT an der Telekom weitere Kunden abjagen. Und wenn es nur um den Preis geht, kann die Telekom nichts entgegensetzen. Zwar beschweren sich die Telekom-Konkurrenten regelmäßig über zu hohe Preise für die letzte Meile, aber Arcor zeigt, dass es geht: Billiger als Telekom und trotzdem profitabel.

Besonders für Wenigsurfer und Internet-Einsteiger, aber Vieltelefonierer interessant sein dürften die neuen Angebote der Deutschen Telekom und des Mitbewerbers Arcor. Wir stellen Ihnen die neuen Pakete vor, informieren über die Vor- und Nachteile und erklären außerdem, warum die T-Punkte schon bald Geschichte sein werden.
Namens- und Markenwechsel: Seit Sonnabend heißt der Netzanbieter Arcor Vodafone. Mit der Umstellung bündelt Vodafone die Sprach- und DSL-Dienste des Eschborner Konzerns. Für Arcor-Kunden ändert sich vor allem der Kopf ihrer Telefon- oder Internetrechnung.
Medienberichten zufolge sind Daten von Telekom-Konkurrenten auf dem Schwarzmarkt aufgetaucht. Betroffen von dem Sicherheitsleck sind die Vodafone-Tochter Arcor und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia. Insgesamt sollen 200.000 Datensätze im Umlauf sein.




