Vorstellung - Prinzip - Historie
Netlabels: Von Musikfans für Musikfans
Music Markt
Ursprünglich wurden Anfang der neunziger Jahre auf einschlägigen Internet-Seiten auf C64 und Amiga erstellte Sequenzer-Dateien getauscht. Diese Dateien enthielten Anweisungen für Sequenzer-Programme (vereinfacht: Programme um mit dem Computer Musik zu machen) die dann entsprechend abgespielt und verändert werden konnten.
Mit dem Aufkommen des MP3-Formats und den immer höheren Bandbreiten der Internetanschlüsse wurden zunehmend "echte" Musikdateien auf den Seiten zur Verfügung gestellt. Diese konnten zwar nicht mehr nachträglich verändert werden, hatten jedoch den Vorteil, dass auch Gesang und Instrumente, die nicht aus dem Sequenzer heraus angesprochen wurden, in den Dateien enthalten sein konnten.
Nach dem Vorbild dieser Internetseiten entstanden so auch die ersten Netlabels, die Künstlern die Möglichkeit gaben, ihre Musik über das World Wide Web bekannt zu machen.
Heutige Situation und Ausblick
Derzeit kann man sich bei den Netlabels vor allem mit Musik aus Nischen-Genres versorgen. Britney Spears, Madonna oder die Rolling Stones sucht man hier vergeblich. Wer jedoch vorwiegend elektronische Musik mag und auch in dieser Sparte einmal über den Tellerrand hinausschauen möchte, wird mit dem reichhaltigen Angebot der Netlabels seine Freude haben.
Auch zukünftig könnten die Online-Labels eine wichtigere Rolle im gesamten Musikmarkt spielen. Während die konventionellen Major-Labels aufgrund ihrer Umsatzeinbußen immer öfter überlegen müssen, einen Künstler oder eine Band unter Vetrag zu nehmen, haben gerade Musiker aus weniger kommerziellen Sparten bei den Netlabels eine Chance. Das erhöht, trotz Gejammer der Majors, die Musik-Vielfalt im Internet, ist legal und auch noch umsonst.
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