CeBIT: Halbherziges VoIP-Angebot von T-Online

Alles neu und besser?

Total aus dem Häuschen war Marketing-Vorstand Achim Berg, als es um die neuen Festnetz-Tarife ging. Wild gestikulierend lobte er die Umstellungen; bereits 400.000 Kunden hätten in die neuen Tarife gewechselt. Besonders "toll" würden die Tarife XXL Local und Freetime angenommen, so Berg weiter. Zwar sei man nicht der billigste, aber "wir wollen ja auch die besten sein".

Außerdem sollen T-Com, T-Online und T-Mobile wieder stärker verzahnt werden: Noch in diesem Jahr soll es ein Kombinnationsangebot für Internet, Telefon und Handy geben. Außerdem soll die Anzahl der gemeinsamen Hotspots bis zum Ende des Jahres auf 8.000 verdoppelt werden, weiterhin soll fast jede Autobahnraststätte mit einem Hotspot ausgerüstet werden.

Werbung

Raizner erwähnte erneut die "Kundenversprechen". Die Festnetzsparte sei "zu schwerfällig, zu wenig markt- und kundenorientiert" - man müsse sich "radikal ändern". Unter anderem soll es nun "nach Möglichkeit" stundengenaue Termine bei der Anschlusslegung geben. Außerdem solle nun keine Unterschied mehr zwischen Kunden und Resellern gemacht werden.

Wurden also bis jetzt die eigenen Kunden denen der Reseller vorgezogen? Darüber beschwerten sich verschiedene Reseller, darunter Freenet und 1&1. T-Com dagegen wies die Vorwürfe weit von sich und verwies auf technische Probleme.

Der nette Mann von der Telekom

Wie auch immer die Strategie der Telekom in den nächsten Jahren aussieht - mit Raizner hat die Festnetz- und Breitbandsparte einen Vorstand, der bei den Kunden gut ankommen wird. Ihm fehlt die Arroganz, die Ron Sommer nachgesagt wurde; dafür ist er weniger Spröde als Kai-Uwe Ricke - und mit dem Eingeständnis der Versäumnisse hat er sich einen Vertrauensvorschuss erworben. Ob er ihn verdient, wird die nächste Zeit zeigen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.