Zu teuer und unflexibel

CeBIT: Halbherziges VoIP-Angebot von T-Online

Das VoIP-Angebot von T-Online wurde vorher heiß diskutiert, war am Ende aber nur Beiwerk: Auf der ersten Presekonferenz zur CeBIT stellten T-Com und T-Online zunächst neue DSL-Angebote ud Technologien vor. Aber auch VoIP war ein Thema.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Es gehört halt dazu
  2. 2Alles neu und besser?
  3. 3Der nette Mann von der Telekom
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Das mit Spannung erwartete VoIP-Angebot von T-Online spielte eher eine Nebenrolle: Kostenlose interne Gespräche, 2,9 Cent pro Minute sollen Gespräche ins Festnetz kosten; für Gespräche auf Handys werden 22 Cent fällig. Damit liegen die Preise teilweise sogar über den Festnetz-Tarifen der T-Com - so richtig ernst meinen es die Magenta-Männer wohl nicht mit VoIP.

Zunächst gibt es auch nur ein Softphone; Hardware soll im Laufe des Jahres folgen. Vielleicht auch gar kein schlechter Schritt: Sollten sich wegen der kostenlosen internen Gespräche viele Leute für T-Online-VoIP interessieren, könnte es leicht zu einem Hardware-Engpass kommen. Würde T-Online beispielsweise auf das Siemens Gigaset SX541 setzen, könnte es passieren, dass Siemens mehr als eine Million Geräte im Jahr liefern müsste. Und selbst bei den DSL-Splittern, im Gegensatz zum Siemens-Router ein Pfennig-Artikel, kam es im letzten Jahr laut Telekom zu Lieferengpässen.

Es gehört halt dazu

Das halbherzige Engagement begründete Raizner damit, dass es "dem Kunden im Grunde genommen egal ist, über was er telefoniert". Medien-Vorstand Graßmann fügte hinzu, dass VoIP ähnlich wie eine E-Mail-Adresse sei: "Die Kunden erwarten das." Schwung wird T-Online also nicht in den VoIP-Markt bringen. Trotzdem kündigte man Videotelefonie an.