Pressekonferenz in Bonn
CeBIT: T-Com verspicht DSL-Ausbau und 6 Mbit/s
Keiner hat es vorher gewusst: Mit sechs MBit soll es ab Sommer mit der Telekom ins Internet gehen; versuchsweise sollen es sogar 25 MBit werden. Außerdem können Glasfaser-Geschädigte Hoffnung schöpfen: Bis zu zwei Millionen Kunden sollen neu angebunden werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1Keine Hoffnung für "Landeier"
- 2Auch Wimax nur für DSL-Gebiete?
- 3Hohe Erwartungen
Die Hälfte der Leute, die von DSL ausgeschlossen sind, können nun Hoffnung schöpfen: Festnetz- und Breitband-Vorstand Walter Raizner kündigte an, dass in diesem Jahr bis zu zwei Millionen weitere Kunden in den Genuss der DSL-Verfügbarkeit kommen sollen. Es werde geprüft, in wie weit sich das rechne. Wenn das gelänge, würde T-Com die Anzahl der DSL-freien Kunden mal locker halbieren.
Keine Hoffnung für "Landeier"
Doch wer kommt in den Genuss? Leider wohl nicht die ländlichen, sondern die Glasfaser-Gebiete. Denn in den ländlichen Regionen ist DSL oft technisch möglich, es lohnt sich aber nicht, weil es zu wenige potenzielle Kunden gibt. In den Glasfaser-Gebieten, oft in der Nähe von Ballungszentren, gibt es genug Interessenten - DSL über Glasfaser ist aber technisch bislang nur mit enormen Aufwand machbar.
Raizner erwähnte in diesem Zusammenhang den Einsatz von so genannten Outdoor-DSLAMs. Mit ihnen ist es möglich, in Glasfasernetzen DSL anzubieten, ohne viel Geld investieren zu müssen. Deshalb werden wohl die "Landeier" weiter in die Röhre, oder besser in die ISDN-Leitung schauen.
Auch Wimax nur für DSL-Gebiete?
Wimax, als Breitband-Funktechnologie auch ein Hoffnungsträger für ländliche Gebiete, soll nun aus dem Labor in die freie Wildbahn entlassen werden: Zunächst ist ein Test in zwei Ortschaften in der Nähe der Telekom-Zentrale in Bonn geplant. Dort soll die Praxistauglichkeit von Wimax getestet werden.
