Allein in den Niederlanden will der Provider 170 Millionen Euro für den Ausbau des Netzes ausgeben

Internetfernsehen: DSL-Provider Versatel investiert ins Web-TV

Versatel investiert ins Fernsehen via Internet: Allein im Heimatmarkt Niederlande will das Unternehmen in diesem Jahr 170 Millionen Euro für den Ausbau des Netzes ausgeben, um TV-Empfang in einer Qualtiät zu ermöglichen, die sich mit TV per Kabel oder Satellit messen kann. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Versatel hatte diese Woche bereits die Einführung von DSL-Anschlüssen mit sechs Mbit/s angekündigt.

Neben den Investitionen in unserem Nachbarland will Versatel aber auch hierzulande Geld in die Netze stecken: "Wir bereiten auch hier unser Netz technologisch darauf vor und stehen zudem in Verhandlungen mit Inhalteanbietern", sagte Deutschlandchef Andreas Heinze der FTD.

Das Versatel-Netzgebiet ist derzeit in Deutschland allerdings überschaubar: DSL von Versatel ist in Teilen von Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg und in Berlin, Hamburg, Nürnberg und München verfügbar.

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Sportrechte stehen auf der Einkaufsliste oben

Interessante Inhalte für das Web-TV sind laut Heinze vor allem Sportübertragungen. Aber Versatel wird wohl auch aus anderen Quellen Sendematerial beziehen können: Schließlich gehören Big-Brother-Macher John de Mol 42 Prozent der Aktien des Unternehmens.

Mit dem Eintritt ins TV-Geschäft will Versatel Kabelnetzbetreibern Konkurrenz machen, die inzwischen in einem Paket TV-Empfang, Internet und einen Telefonanschluss per VoIP anbieten. In Zeiten des harten Konkurrenzkampfes um DSL-Kunden setzen die Provider große Hoffnungen darauf, mit diesem "Triple-Play" neue Einnahmequellen zu erschließen.

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