Gesichtserkennung soll Handys schützen
Handy-Technik: Gesichtskontrolle statt PIN
Wenn ein Handy verloren geht oder geklaut wird, ist der finanzielle Verlust meist tragbar. Wesentlich unangenehmer ist der Verlust der im Handy gespeicherten Daten. Gerade in Zeiten, in denen das Handy immer öfter als persönlicher Sekretär genutzt wird, in dem alles gespeichert ist, von der Visitenkarte bis zur Kreditkarten-Nummer.
Handy-Klau in Tokyo
Unangenehm, wenn solche Daten in die falschen Hände geraten. Bisher gab es dagegen nur eine Sperre: Die Handy-PIN, die beim Start des Geräts eingegeben werden muss. War das Handy an, als der Dieb oder Finder es in die Finger bekam, kann er sich, entsprechendes Interesse vorausgesetzt, völlig problemlos an den Daten bedienen und sie gegebenenfalls missbrauchen. Zum Beispiel mit dem Verkauf an Handy-Spammer.
Das japanische Unternehmen Omron hat nun ein Kamera-Handy vorgestellt, dass eine alternative Sicherungsmethode besitzt: Gesichtserkennung, zusätzlich zur PIN. Der Handy-Nutzer wird photographiert und das Bild mit dem zuvor abgespeicherten Referenz-Bild verglichen. Nur, wenn der Rechner im Handy den User erkennt, gibt er grünes Licht und erlaubt den Zugang.
"Du kummst her net rein!"
Der Abgleich soll laut Omron in Sekundenschnelle erfolgen. Sinn der Sache sei der Schutz des Gerätes vor unbefugtem Zugriff. So gibt es unter Pärchen auch das beliebte Hobby, sich aus Eifersucht gegenseitig heimlich die Handys zu kontrollieren. Damit ist, sollte sich das auf der "Security Show Japan 2005" vorgestellte Konzept durchsetzen, wohl dann erstmal Schluss.
Die Japaner glauben, mit dem Gerät eine Marktlücke entdeckt zu haben. So wird angenommen, dass die immer mehr immer wichtigere Daten enthaltenden Kleincomputer eines besseren Schutzes als einer vierstelligen PIN bedürfen, die sich per Brute Force innerhalb von maximal 10.000 Versuchen knacken ließe - für die heutige Zeit ein eher schwacher Schutz.
