Vorleister könnte Festnetz-Verhältnisse schaffen

Internet & Netzwelt: Bald unzählige VoIP-Anbieter?

Wer ein bisschen Geld und Know-How übrig hat, kann jetzt von einem auf den anderen Tag VoIP-Provider werden: Die Kölner Outbox-AG ermöglicht es selbst kleinsten Firmen, zum VoIP-Reseller zu werden.

Nach außen hin tritt nur der Reseller auf, sämtliche Technik wird aber von Outbox übernommen. Für die Kunden sieht es aber so aus, als würden sie nur mit dem Reseller zu tun haben, denn auch das Corporate Design kann eingebracht werden.

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Kaum etwas selber machen

Unter dem Namen "Whitebox Web" vermaktet Outbox eine Komplettlösung, die über das Internet verwaltet wird. "Whitebox API" läuft auf den Resellersystemen und lässt sich über XML an andere Systeme anbinden.

Der Reseller kann auch Tarife, Aktionen, Grundgebühren und Zahlungsweisen selber bestimmen. Die Abrechnung übernimmt Outbox, wie auch den Versand von Hardware. Der Endkunde bekommt aber von alle dem nichts mit.

Dasselbe Chaos wie bei Call-by-Call?

Während sich VoIP immer weiter durchsetzt, wird es der klassischen Telefonie immer ähnlicher: Durch Anbieter wie Outbox, die keine Großhandels-Reseller ansprechen, werden immer mehr kleine Anbieter auf den VoIP-Markt drängen. Bereits jetzt ist der Markt alles andere als übersichtlich.

Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Der VoIP-Markt wird dem Preselection-Markt oder dem Internet-by-Call-Markt ähneln. Eine unüberschaubare Zahl von Anbietern mit marginal unterschiedlichen Preisen, aber vielen Stolperfallen. Und Sparfüchse werden Stunden damit verbringen, nach dem günstigsten VoIP-Tarif zu suchen und ihn bei Bedarf auch mehrmals im Monat wechseln. Wer dann noch den Überblick hat, in welches Netz er kostenlos telefonieren kann, muss ein Genie sein.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.

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