Mit ENUM werden Internet und Telefon vernetzt

Internet & Netzwelt: DENIC möchte ENUM noch in diesem Jahr an den Start bringen

Handy, Festnetz, E-Mail, Instant Message, VoIP, Voicebox: ENUM soll alles unter einen Hut bringen, sodass man nur noch eine Nummer hat. Es verknüpft Internet und Telefon. Klingt gut, und das findet auch die deutsche Denic, die sich neben der Domainregistrierung auch um ENUM kümmert. Die DENIC betrachtet die Testphase als abgeschlossen - ENUM solle nun in den "Wirkbetrieb" gehen, wie die DENIC mitteilte.

Mit 50 Anbietern und 1.700 ENUM-Domains hält die DENIC die Testphase für beendet. Zwar wirkten 1.700 Domains wenig im Vergleich zu 8,5 Millionen .de-Domains; da sich aber hinter jeder ENUM-Domain Telefonanlgan mit bis zu tausend Nebenstellen betreiben ließen, liege die Zahl der Nutzer deutlich über der Anzahl der Domains.

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Österreich hats vorgemacht

Wegen Erfahrungen aus Öserreich möchte man bei der DENIC die Testphase nicht unnötig in die Länge ziehen. Eine zu lange Phase wirke hemmend, das Engagement der Anbieter käme dann gar nicht erst in Gang oder lasse nach. Deshalb wolle die DENIC so schnell wie möglich ENUM an den Markt bringen.

Zuerst wird sich ENUM in Unternehmen durchsetzen. Hinter einer Telefonnummer könnte dann ein ENUM-Server stehen, der die Nachrichten an die Mitarbeiter weiterleitet: Ins Büro, wenn der Mitarbeiter am Platz ist, aufs Handy, wenn er Unterwegs ist, auf den Anrufbeantworter, wenn er im Urlaub ist, als Voicemail, wenn er zu Hause ist. Auf dem Markt für Privatkunden wird es noch etwas dauern, bis ENUM zum Thema wird.

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