Kampf den Wikipedia-Terroristen

Bevölkerungs-Poker

Hinterlistige Spassvögel hingegen können sich durchaus einen Scherz mit dem Lexikon erlauben. Zum Beispiel können sie Informationen in Artikeln ändern, Daten verdrehen, solche Dinge. Auch, wenn der nächste User, der über diese Fehlinformationen stolpert, sie vermutlich korrigiert, haben in der Zwischenzeit vielleicht hunderte von Schülern ihren Aufsatz über das Leben Goethes ins 21. Jahrhundert verlegt.

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Insofern sollten Informationen aus der Wikipedia also immer gegengeprüft werden. Gerade, wenn es sich um Infos außerhalb des Bereiches des normalen Allgemeinwissens handelt. Die wenigsten User würden stolpern, wenn jemand die Einwohnerzahl Strombergs im Hunsrück auf 300.000 erhöht hätte. Und Ausländer könnte man mit dem Anhängen noch einer Null vielleicht sogar zu einem Besuch in Stromberg, der Drei-Millionen-Metropole am Guldenbach, bewegen.

Insgesamt ist das Wikipedia-Konzept aber offensichtlich sicher. Allerdings erst ab einer bestimmten Größe. Klempert: "Es ist leider so, dass kleinere Wikis - darunter auch einige wenig frequentierte Ausgaben der Wikipedia - sehr wohl unter Spam leiden." Entsprechend höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, in einer Wikipedia in der Landessprache einer Pazifik-Inselgruppe, auf Spam und Vandalismus zu stoßen.

Keine Chance für Wikipedia-Terroristen

"Ab einer gewissen Größe ist sowas allerdings nur noch als nicht sonderlich störendes Rauschen wahrnehmbar", so Kempert. Die deutsche Ausgabe der Wikipedia ist nach der englischsprachigen die zweitgrößte auf der Welt. Entsprechend schnell werden Fehler, Spam und Falscheinträge berichtigt.