Wie sicher ist die Wikipedia?
Sicherheit: Kampf den Wikipedia-Terroristen
Wikipedia.de ist ein kostenloses, auf jedermanns Wissen basierendes Online-Lexikon. Der größte Vorteil der Wikipedia ist gleichzeitig ihr größter Nachteil: Jeder kann, darf, ja soll sogar in den Artikeln herumfuhrwerken, Änderungen durchführen und Fehler korrigieren. Nicht einmal zum Anlegen neuer Artikel bedarf es eines Benutzer-Accounts. Das System setzt auf freiwillige Selbstkontrolle - was aber, wenn es missbraucht wird?
Inhaltsverzeichnis
- 1Artikel-Vergleiche
- 2Selbstkontrolle der Wikipedia-Community
- 3Spam und Vandalismus
- 4Brute-Force-Attacken
- 5Bevölkerungs-Poker
Wissen ist Macht
Wissen ist Macht, das wussten schon die alten Philosophen. Und so kann dank der Wikipedia jeder seinen ganz persönlichen Eintrag in der Wikipedia loslassen. So kommt es auch, dass sich inzwischen diverse noch so kleine Kleinstädte im Lexikon finden. Einträge, die stolze Lokalpatrioten geschrieben haben. So ist der Eintrag der Stadt Stromberg im Hunsrück genau so lang wie der Eintrag zur britischen Hauptstadt London. Mit dem Unterschied, das Stromberg etwa 3000, London hingegen 8 Millionen Einwohner hat.
Den Lokalpatrioten und Heimatforscher freut's, den Wissensdurstigen eher weniger. Sind die Längenunterschiede der Artikel doch ein Sinnbild für eines der größten Probleme des freien Lexikons Wikipedia: Am einen Ende schreibt der Fachmann über jedes noch so unwichtige Detail, am anderen Ende notiert der Laie, was ihm gerade einfällt. Mit dem Erfolg, dass eine gigantische Disparität zwischen den Artikeln besteht.
Artikel-Vergleiche
Während der London-Artikel recht knapp gehalten ist, schweift der Autor des Stromberg-Artikels schnell ab und erklärt, welche Bäche bei Stromberg, Hunsrück in den Guldenbach fließen. Solche Informationen über die Themse findet man nicht im London-Artikel. Auch hält sich der London-Beitrag mit Spezialinformationen über die Erdgeschichte der Region zurück. Der Stromberg-Eintrag hingegen erklärt eingehend 400 Millionen Jahre regionale Geologie.
Doch es gibt noch ganz andere Probleme: Dadurch dass jeder, der möchte, die Artikel ändern kann, gibt es Wikipedia-Terroristen. Die verhunzen Beiträge oder schmuggeln unnötige Informationen ein. Gerne wird auch mal der ein oder andere Artikel gelöscht und ist das stundenlang unauffindbar, bis jemand ihn aus der Wikipedia-eigenen Undo-Funktion fischt. Ebenfalls beliebt: Links zur eigenen Website in Wikipedia-Artikel einbauen, die eigentlich nichts mit dem Begriff zu tun haben.
