Neue Konzepte zum Online-Vertrieb von Musik
Bezahlen für P2P - Umbruch im Musikmarkt?
Music Markt
Einige neue Projekte um Musik online zu verkaufen, werden im Moment entwickelt oder befinden sich bereits in der Test-Phase. Dabei handelt es sich nicht um weitere Ableger von Download-Anbietern wie iTunes oder Musicload, wo man seine Songs in den Warenkorb legt, bezahlt und anschließend vom Apple- oder T-Online-Server herunterlädt.
Diese neuen Projekte gehen einen anderen Weg: Man will tatsächlich mit dem Tausch von Musikdateien, wie man es heute von Kazaa, eDonkey und Co. kennt, Geld verdienen.
Anbieter wie Peer Impact, Weedshare oder Mashboxx glauben fest an das Gute im (Filesharing-)Menschen und setzen in Lösungen zum Verkauf von Musik über Tauschbörsen.
Alles schon mal dagewesen
Zurecht werden jetzt einige aufmerksame Netzwelt.de-Leser anmerken, dass das doch längst ein alter Hut ist. Und tatsächlich konnte man schon vor einigen Jahren von dem kläglich gescheiterten Versuch Napsters lesen, eine Tauschbörse in ein kommerzielles Angebot umzuwandeln.
Nach der Übernahme durch Bertelsmann versuchte man die damals äußerst beliebte Filesharing-Börse in einen legalen Abo-Dienst umzuwandlen - ohne Erfolg. Vor allem die großen Plattenlabels wehrten sich gegen ein solches Modell und verweigerten die Rechtefreigabe ihrer Songs an Napster.
Das Prinzip mit getauschten Musikdateien Geld verdienen zu wollen ist also nicht neu. Neu ist allerdings die geänderte Haltung der Major-Labels gegenüber kommerziellem Filesharing.
Reaktionen der Plattenlabels auf P2P
Nachdem Napster den Bach hinunter gegangen war, traten zahlreiche Nachfolger einen bis dahin nie dagewesenen Filesharing-Siegeszug an - sehr zum Leidwesen der Plattenlabel. Musikdateien wurden so viel getauscht wie nie zuvor. Verzweifelte Versuche der Musikindustrie Songs über Download-Shops zu verkaufen, gingen schief und die Plattenfirmen gerieten immer mehr in die Defensive.
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