Instant-Messenger-Spam nervt Chat-Freunde

Spim: Die Plage aus dem Messenger

Es gibt kaum ein Medium, das nicht von der Werbung erobert würde. Mal früher, mal später, irgendwann schallt es auf allen Kanälen: "Viagra!" "Versaute Girls!" "Super Angebot!" Per Email seit langem eine Plage, hat der Spam nun auch in der breiten Masse die Instant-Messenger erreicht. Unter dem klangvollen Begriff "Spim" terrorisiert er Millionen von IM-Nutzern.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Spamming funktioniert!
  2. 2Nackte Tatsachen
  3. 3Markieren, Authentifizieren, Ignorieren
  4. 4Quasselstrippen nerviger als IM-Spam

Instant-Messenger. Das sind Tools, die eigentlich jeder auf seinem Rechner hat. Als Chat-Grundlagen wie ICQ, AIM oder MSN haben sie inzwischen einen Status, der fast genau so hoch ist wie der der Basis-Web-Anwendungen Email und HTTP. Entsprechend hoch ist die Chance, auf diesem Vertriebsweg neue Kunden anzusprechen. Denken jedenfalls die Spammer. Und spammen, was das Zeug hält.

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Spamming funktioniert!

Dass Spamming funktioniert, zeigt die Zahl der täglich eintrudelnden Mails. Die Regeln der Marktwirtschaft sind darwinistisch, erfolglose Konzepte sterben aus. Dass Spam bisher alles andere als ausgestorben ist, sondern sich prächtig entwickelt, lässt darauf schließen, dass eine Menge Leute dumm genug sind, auf die bunten Offerten hereinzufallen. Wohl deshalb ist der neue Ableger "Spim" die wohl logischste Konsequenz.

Spim, das ist "Spam via Instant Messenger". Sprich: Unerwünschte Werbebotschaften bei ICQ und Co. Besonders ICQ ist schon länger betroffen und glänzt mit Nachrichten für Sex-Anbieter. Teilweise sind diese sogar sehr subtil. So sprechen einen oft vermeintlich freizügige russische Damen mit einem lasziven "Hi" an. Lässt man sich auf einen Chat ein, stellt man schnell fest, dass es sich bei der Dame nur um einen Bot handelt, der Kunden auf eine x-beliebige Sex-Seite locken soll. Im besten Eliza-Stil simuliert der Bot Interesse, dabei reagiert er nur auf den zuletzt getippten Satz.

Nackte Tatsachen

Doch es geht auch offensichtlicher: Via Pager-News werden Nachrichten durch's Web geschickt: "Hallo, ich bin Cindy. Wenn Du Lust hast, kannst Du mir und meinen versauten Freundinnen beim Baden zusehen." Das klingt doch mal nach einer Einladung! Dummerweise sind die Cindy und ihre versauten Freundinnen Profis und keine gemeinnützige Organisation. Und deshalb kostet's eben auch 1,81 Euro pro Minute, via Schmalband-Dialer.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Chat & Messenger hier.