Britische Studie beweist: Kameraüberwachung bringt nichts
Studie: Wenn der Große Bruder erblindet
Sicherheit
Statistisch gesehen kam es dank der Überwachungskameras in manchen Bereichen sogar zu einer Steigerung der Verbrechens-Raten. Einfach deshalb, weil die Polizei dank der Überwachungs-Technik Kenntnis von Verbrechen bekam, die sich sonst außerhalb des Blickfeldes der Ordnungshüter befanden.
Hohe Akzeptanz
Die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den Kameras hingegen ist durchwachsen: Die Ablehnung gegenüber den "Sicherheitsbringern" wächst, weil sich langsam herauskristallisiert, dass sie, wie auch in der Studie bewiesen, keine Sicherheitsverbesserungen bringen. Bei der Kritik handelt es sich allerdings eher um finanzielle denn um datenschützerische Überlegungen. Laut der Studie ist den Briten Sicherheit wichtiger als Privatsphäre.
Doch deshalb sind die Kameras noch lange kein Problem der Bevölkerung. Undefinierte Ängste gegenüber der Technik wurden mit der Anbringung der Geräte weniger. Und so begrüsst immer noch ein Grossteil der Briten die Kamera-Überwachung als Mittel der Wahl zum Zweck der Verbrechensbekämpfung. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass sie tatsächlich hilft.
Fazit: Videoüberwachung nahezu wirkungslos
Die fehlende kriminalitätshemmende Wirkung der Überwachungs-Kameras sieht das Innenministerium in drei Punkten: Zum einen werde vor der Aufstellung einer Kamera oft nicht genau überlegt, wie sie betrieben werden soll. Zum anderen werden die Geräte oft falsch bedient, wodurch die Aufzeichnungen wertlos werden. Als dritter und wichtigster Punkt wird Personalmangel angegeben: Die wenigsten Kameras werden rund um die Uhr beobachtet.
Als Pionierland der flächendeckenden Videoüberwachung sind die Ergebnisse der Studie ernüchternd. Offensichtlich haben sich Regierungen demokratischer Staaten von der Videoüberwachung mehr versprochen. Das Abschreckungspotential ist aber zu gering, auf die Straftat muss die sofortige Verfolgung stehen, um in den Köpfen eine Art Respekt vor dem großen Bruder zu erzeugen. In totalitären Systemen ist das eher möglich, wodurch sich die Kamera-Überwachung dort tatsächlich für die Machthaber lohnen könnte.
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