Bestechungsversuche mit Präsentkorb

Raubkopierer-Jagd: Software-Verband belobigt Polizei

Raubkopierer haben es künftig noch schwerer: Die Software-Verbände setzen im Kampf gegen die illegale Kopie auf Belobigung besonders herausragender Polizeibeamter. Der Geschenkkorb als Motivationsschub bei der Aufklärung von Piraterie-Delikten - das klingt ein ganz, ganz kleines bisschen nach Bestechung.

Der Präsentkorb im Polizei

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Natürlich ist es keine Bestechung, wenn die Business Software Alliance, kurz BSA fünf Polizeidienststellen honoriert, die sich als "besonders aktiv bei der Verfolgung von Raubkopien" erwiesen haben. Die Dienststellen dürfen sich nun mit einer Auszeichnung für besondere Leistungen zum Schutz geistigen Eigentums in Deutschland schmücken. Wenn das mal nicht nach Ruhm und Ehre klingt!

Die gewürdigten Dienststellen waren die Polizeiinspektion Riesa, die Polizeidirektrionen Coburg und Dresden, das Polizeipräsidium Dortmund und der Wirtschaftskontrolldienst Stuttgart. Erfahrene Fernsehzuschauer dürfen nun also Toto & Harry gratulieren. Sie können es aber auch lassen, haben die zwei Fernseh-Cops doch nichts mit den Sonderkommandos Raubkopie zu schaffen.

Besonder Leistungen beim Kopierer-Kicken

Die BSA begründete die Auszeichnungen mit "herausragenden Einzelfällen", beispielsweise der Aushebung eines Raubkopierer-Rings. Oder aber mit besonders offener Haltung gegenüber Raubkopie-Delikten - in diesen Fällen wird gerne ermittelt, kann man doch die heimische Software-Sammlung ein wenig aufstocken. Besonders dann, wenn es dazu noch Preise zu gewinnen gibt.

Besonders hervorstechend präsentierten sich die Ordnungshüter aus Riesa gegenüber den BSA: Sie hatten einem Raubkopierer das Handwerk gelegt, der mit Daten im Gegenwert von etwa 30.000 Euro erwischt worden war. Das entspricht ungefähr 30 Kopien von Photoshop CS und ist somit kaum mehr, als ein durchschnittlicher Filesharer im Monat ansammeln kann.