Japaner entwickeln Roboter, der sich wie ein Model bewegt
Gestatten: Palette, Schaufensterpuppe der Zukunft
Die gute alte Schaufensterpuppe hat wohl bald ausgedient: Eine japanische Firma hat jetzt einen weiblichen Roboter mit Codenamen "Palette" entwickelt, der wie ein Model posieren kann. Kunden sollen so zum Kauf angeregt werden - und gleichzeitig werden sie ausspioniert.
Inhaltsverzeichnis
- 1Ein Körper ohne Gesicht
- 2Name: Palette, Beruf: Schaufensterpuppe und Spion
- 3Zunächst nur zwei, später mehr
Zielobjekt für "Palette" ist jeweils die Person, die ihr am nächsten steht. Sobald die Roboter-Puppe einen Kunden ausgemacht hat, zieht sie alle Register und bewegt sich wie die berühmtesten Laufsteg-Schönheiten dieser Welt. Die Bewegungen kann sie dank modernster Motion-Capture Technologie realistisch nachahmen.
Ein Körper ohne Gesicht
Nur auf Mimik muss sie verzichten - "Palette" ist nämlich vollkommen gesichtslos. Ein Grund dafür ist, dass die Kunden nicht von der Kleidung abgelenkt werden soll, ein anderer, dass so das Risiko minimiert wird, dass sich jemand in die Roboter-Puppe verliebt.
Hauptaufgabe von "Palette" ist es zwar, Kleidung wie ein Model zu präsentieren und diese so für die Kunden interessanter und attraktiver zu machen. Aber die Schaufensterpuppe der Zukunft hat noch eine weitere Aufgabe: Sie fungiert als Spion.
Name: Palette, Beruf: Schaufensterpuppe und Spion
Mittels integrierter Kameras kann der Roboter Informationen über Alter und Geschlecht der Kunden übermitteln. Aber auch Einkaufsgewohnheiten können durch mitgeführte Taschen und Tüten nachvollzogen werden. Die so ermittelten Informationen sollen den Händlern dazu dienen, Werbung zielgerichteter ausrichten zu können.
Mit dem Verkauf von "Palette" soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Ein Preis wurde aber noch nicht bekannt gegeben. Allerdings sollen die Roboter-Puppen nicht viel teurer sein als herkömmliche Schaufensterpuppen, damit potentielle Käufer nicht gleich abgeschreckt werden.
Zunächst nur zwei, später mehr
"Palette" wird es zunächst in zwei Versionen geben: Zum einen als Ganzkörper-Puppe, die statt Beinen allerdings nur Metallständer besitzt. Zum anderen als Torso-Modell für Schmuck-Vorführungen. In Zukunft sollen dann aber noch Modelle mit beweglichen Beinen sowie männliche und Kinder-Models folgen.

Roboter Lucys auffälligstes Merkmal ist das Gesicht: eine weibliche Gummimaske unter einer schwarzen Perücke. Vor dem Mund trägt der Roboter ein Headset-Mikrophon. Der Körper der Maschine ist aus Metall. Überall sind Kabel, Schaltelemente und kleine Motoren an den Gelenken.
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