Telekomunikations-Riese stellt Prototyp einer kompakten Brennstoffzelle vor

NTT: Neun Stunden mit Wasserstoff telefonieren

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Zwar gibt es auf dem Weg zur Ablösung vom Lithium-Ionen-Akku und anderen mobilen Strom-Spendern noch viel zu forschen. Dennoch können hier und da erste Erfolge in der Entwicklung rund um Brennstoffzellen gefeiert werden. Das Telekomunikations-Unternehmen NTT stellte der Öffentlichkeit einen funktionsfähigen Prototypen einer wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle für mobile Endgeräte vor.

Dieser fällt mit Abmessungen von 42 x 80 x 13 Millimetern, und einem Gewicht von 104 Gramm auch nicht mehr ganz so groß aus, wie die bislang vorgestellten Lösungen. Die Zelle kann ein handelsübliches Mobiltelefon aufnehmen und diesem mittels Wasserstoff eine Gesprächsdauer von rund neun Stunden ermöglichen.

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Nichts als heiße Luft und Wasser-Dampf

Ein großer Vorteil solcher Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzellen auf Wasserstoff-Basis besteht in der hohen Energiedichte, bei einem gleichzeitig geringem Schadstoff-Ausstoß. Nach der Verbrennung bleibt nichts außer Wasser zurück. Auch die Suche nach einer Steckdose entfällt bei solch einem System. Ist der Energie-Vorrat erschöpft, wird einfach eine komplett neue Kartusche eingesetzt.

Brennstoffzellen sind vor allem für die immer energiehungriger werdene Multimedia-Hardware interessant. Wo Lithium-Ionen-Akkus bereits nach drei Stunden an ihre Leistungsgrenze stoßen, könnten solche Systeme an die zehn Stunden und mehr Strom liefern. NTT sieht daher einen erweiterten Einsatzzweck des hoffentlich bald serienreifen Prototyps in Notebooks, Videokameras und Organizern.

NTT: Neun Stunden mit Wasserstoff telefonieren

Bei Brennstoffzellen wird prinzipiell zwischen zwei Arten unterschieden. Neben dem vorgestellten Prototypen existieren bereits weitere Vorserien-Modelle von Methanol-Zellen. Diese haben allerdings den Nachteil, dass sie während der Stromgewinnung CO2 produzieren, und das die Energiedichte pro Zelle relativ gering ist, was eine weitere Miniaturisierung erschwert.

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