Ein Filter für alle Suchmaschinen

Internet & Netzwelt: Keine Nazi-Gewalt-Pornos mehr bei Google & Co

Lieber sich an den Händen festhalten, als vom Vater Staat feste auf die Finger gehauen zu werden. Die Freiwillige Selbstkontrolle ist eine praktische Einrichtung. Was im Hinterzimmer ausgekungelt wird, ist meist besser für die Unternehmen, als wenn dies per Gesetz geregelt worden wäre.

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Neu ist die Selbstregulierung der Suchmaschinen-Betreiber, zu der sich AOL Deutschland, Google Deutschland, Lycos Europe, MSN Deutschland, T-Online, t-info und Yahoo Deutschland als Untereinheit der "Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter" (FSM) zusammengeschlossen haben. Im Kampf um die Gunst der User ist man sich spinnefeind, doch wenn der Gesetzgeber mit der Keule droht, kuschelt man sich notgedrungen zusammen.

Verpflicht hat man sich auf hehre Ziele, gegossen in einen freiwillig selbstkontrollierten Kodex. Man kennt dies bereits vom Pressekodex. An oberster Stelle steht bei den Suchern der Jugend- und Verbraucherschutz. Versprochen wird Aufklärung darüber, wie Links in die Suchmaschinen aufgenommen werden. Und die Sparsamkeit im Umgang mit persönlichen Daten. Und die Trennung von Werbung und Inhalt. Zudem möchte man ein erster Ansprechpartner im Beschwerdefall sein.

Einer konkreten Aufgabe hat man sich auch schon angenommen: An die 1.000 indizierte Websites mit rechtsextremistischem, pornografischem oder gewaltverherrlichendem Inhalt sollen zentral verwaltet werden. Über eine eigene Schnittstelle können dann die Suchmaschinenbetreiber darauf zugreifen und sie aus dem eigenen Index löschen. Mit anderen Worten: Was verboten ist, wird ausgefiltert.

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