Gebührenerhöhung sorgt für weniger Vielfalt
Webradio: Nur noch Rauschen ab April?
Hört man ab April beim Einschalten eines Webradios nur noch Rauschen aus den Boxen seines PCs? Zumindest bei den deutschen Sendern könnte dies gut der Fall sein.
Inhaltsverzeichnis
- 1Bisherige Berechnung gilt nur noch bis April
- 2Neues Tarifsystem sorgt für höhere Kosten
- 3Nutzungsbedingungen für Radio-Macher ändern sich ebenfalls
- 4Die Folgen
Durch eine Gebührenerhöhung für deutsche Webradiosender könnten bei so manchem privaten Internet-Radio-Projekt schon bald die Lichter ausgehen. Die GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH), zuständig für die Berechnung der Gebühren der Online-Radio-Macher, hat ein neues Abrechnungssystem erstellt.
Bisherige Berechnung gilt nur noch bis April
Dieses tritt ab April diesen Jahres in Kraft und sorgt für teilweise extreme Tariferhöhungen, welche von vielen kleinen Privat-Projekten wahrscheinlich nicht mehr getragen werden können.
Zusätzlich zu den erhöhten GVL-Kosten gibt es laut der Internet-Seite Radiosites.de auch Anzeichen dafür, das die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) ebenfalls eine Kostenerhöhung für Webradio-Betreiber plant.
Bisher wurden die GVL-Tarife gestaffelt nach der Anzahl, wie viele Hörer das Programm gleichzeitig empfangen konnten. Bei bis zu 25 Hörern gleichzeitig mussten beispielsweise 25 Euro bezahlt werden. Bei bis zu 250 möglichen Hörern mussten 200 Euro bezahlt werden und so weiter.
