UMTS statt DSL
CeBIT: Vodafone Zuhause macht Festnetz überflüssig
Sie können endlich das Kupferkabel aus der Wand reißen. Zur CeBIT hat Vodafone ein Mobilfunkmodell angekündigt, das den heimischen Festnetzanschluss ersetzen soll: Vodafone Zuhause.
Der Mobilfunker bestätigte damit heute ein Interview von Vodafone-Deutschland-Chef Jürgen von Kuczkowski mit dem Magazin Focus, in dem er eine Ausweitung des Testbetriebes von "Zuhause" bekannt gab. Im letzten Jahr wurde ein Telefonzugang getestet, der ähnlich der Homezone von O2 nur in einem bestimmten "Heimatbereich" funktioniert.
Zum Verwechseln ähnlich mit surf@home
Mittlerweile hat O2 aber selbst einen heimischen Breitband-Internetzugang unter dem Namen surf@home angekündigt. Vodafone Zuhause setzt auf das gleiche Prinzip: An das UMTS-Modem in einer Box können herkömmliche Festnetztelefone und der Computer angeschlossen werden. Im UMTS-Netz sind Downloads mit bis zu 384 kbit/s möglich.
Die Vodafone-Box wird eine eigene Stromversorgung haben, sodass der Surfausflug in den heimischen Garten problematisch werden kann. Hier muss man sich - wie auch schon bei DSL - mit WLAN behelfen. Ansonsten kann die UMTS-Box überall platziert werden, wo eine Steckdose in Reichweite ist. Im Hobbykeller wie unter dem Dach.
Die genaue Konditionen werden wie auch von O2 erst im Rahmen der CeBIT bekannt gegeben. Vodafone wird voraussichtlich mehrere Pakete anbieten, die auf die jeweilige Nutzung als Telefon oder Surfstation zugeschnitten sind. Wie auch schon bei den Mobilfunkverträgen soll es Inklusivminuten oder -volumen geben. Zu nutzen wird Vodafone Zuhause allerdings erst im späten Frühjahr sein.
Links zum Thema
- Vodafone
- O2
- Vodafone: UMTS soll Festnetz ersetzen
- Internetzugang von O2: UMTS als ISDN-Ersatz
- Portable-DSL: DSL-Anschluss zum Mitnehmen
