Anwesenheit wurde per Chip kontrolliert
Sicherheit: Kalifornische Grundschule stoppt RFID-Einsatz
Knapp einen Monat nach Einführung von RFID-Chips zur Überwachung der Schüler an der kalifornischen Brittan-Grundschule wird das Projekt wieder abgeblasen. Massive Proteste der Eltern zwangen die Schulleitung den Vertrag mit der Firma InCom zu kündigen und die installierten Empfangsgeräte abzustellen.
Mitte Januar führte die Schule ohne Einwilligung der Eltern Schülerpässe ein, die alle Kinder um den Hals tragen mussten. Im Ausweis wurde ein RFID-Chip verbaut, mit dem die Anwesenheit elektronisch erfasst werden konnte.
Die Schulleitung befürwortet zwar weiterhin den Einsatz der RFID-Chips. Unter dem Druck der Eltern und zweier Bürgerrechtsbewegungen gab sie jedoch nach. Die American Civil Liberties Union (ACLU) und das Electronic Privacy Information Center (EPIC) empörten sich darüber, dass Bürgerrechte verletzt würden. Eltern verglichen die Ausweise gar mit der Auszeichung von Rindern.
Per RFID sollten Schulschwänzer entlarvt werden. Die Pässe, auf denen Name, Schule, Passbild, Jahrgang und eine Nummer aufgedruckt sind, müssen die Schüler aber noch bis März tragen. Dann wird in einer Sitzung entschieden, ob auch die Ausweise wieder abgeschafft werden.

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