Kleinspenden willkommen

Wikipedia: Spender gesucht

"Wissen ist Macht. Deshalb muss Wissen frei sein." Willkommen in der Internet-Kommune von Wikipedia. Wurde in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts noch auf der Straße für Freiheit demonstriert, ersetzt dies nun ein Spendenaufruf im Internet: "damit wir Wikipedia auch weiterhin werbefrei zur Verfügung stellen können". Es wird mit dem Schlimmsten gedroht.

Keine Frage, die freie Enzyklopädie im Netz ist es wert, unterstützt zu werden. Wer Wikipedia nutzt, sollte auch etwas dafür tun, dass es das Projekt weiterhin gibt. Und noch ausgebaut wird. Durch eine kleine Spende, aber auch durch Teilnahme.

Die Machtfrage wird allerdings weder in Deutschland noch in China von der Wikipedia-Existenz abhängen. Wichtiger ist wohl, ob und wer einen Zugang zum Internet haben wird. In China ist dies eine Frage von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, in Deutschland, ob eine alleinerziehende Sozialhilfeempfängerin die Situation ihrer Kinder zementiert.

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Spendenziel: 57.500 Euro

Wer allerdings Wikipedia nutzen kann, darf sich glücklich schätzen. Zum Beispiel meine betagte Mutter, die ihren Sohn anruft, wenn sie beim Kreuzworträtsel nicht weiter weiß.

Dieser Erfolg hat für Wikimedia - dem Verein, der hinter Wikipedia steht und noch andere Wiki-Projekte betreut - auch eine Schattenseite. Der Datenverkehr auf den Servern verdoppelt sich alle vier Monate. Wikipedia.org gehört bereits jetzt zu den 200 beliebtesten Seiten, Tendenz stark steigend. Doch in den ersten drei Monaten dieses Jahres fallen allein 42.200 Euro für neue Hardware an.

Der erhöhte Finanzbedarf (zum Vergleich: 23.000 Euro im letzten Quartal 2004) soll nicht einfach nur die Kapazitäten aufstocken, sondern die notwendige Investion ermöglichen, einen externen Server-Cluster in Betrieb zu nehmen und einzelne Bereiche von Partnern hosten zu lassen. Google lässt grüßen.

Ingesamt werden 57.500 Euro benötigt, von dem bis zu diesem Wochenende gerade ein Drittel eingenommen wurde. Kleinspenden sind willkommen: Der Großteil der Spenden betrug 15 Euro und weniger. Wer mehr spenden kann und will, darf dies ebenfalls tun.