Analoge Fahrmaschine mit einem Hauch von Luxus
Im Test: Lederlenkrad mit Force Feedback von Speed-Link
Wie angenehm es ist, ein mit echtem Leder bezogenes Lenkrad in den Händen zu halten, hat manch einer sicherlich schon bei einem realen Gefährt erfahren können. In gebrauchten Studentenflitzern und anderen, unterhalb der Oberklasse angesiedelten Autos sucht man ein solches jedoch meist vergebens - und findet stattdessen nur schnödes Plastik.
Inhaltsverzeichnis
- 1Rappelkiste mit Understatement
- 2Der analoge Unterschied
- 3Quietschen unterhalb der Gürtellinie
- 4Need for Speed Underground 2 vs. World Racing
- 5Mit der S-Klasse über den
Hockenheimring
- 6Auf der Zielgeraden
Wenn es hingegen um virtuelle Computerspiel-Boliden im Allgemeinen, PS-strotzende Exoten, die sich nur die Wenigsten leisten können, oder aufgebretzelte Mittelklasse-Wagen geht, kommt der geneigte Rennfahrer schon mit zwei- statt fünfstelligen Euro-Beträgen ans ersehnte Leder. In dieser Preisklasse, noch dazu mit auf Realismus bedachten "Force-Feedback"-Effekten, sind die edel umhüllten Steuergeräte jedoch eher selten anzutreffen. Ausnahmecharakter zeigt das SL-6695 von Speed-Link für knapp 65 Euro, mit dem netzwelt.de ein paar Runden auf dem Testparcour dreht.
Rappelkiste mit Understatement
Vergleicht man das "USB Leather Force Feedback Steering Wheel" mit den Produkten anderer Hersteller, so wird ein markanter Unterschied deutlich: Während die meisten Modelle den Flair einer puristischen Fahrmaschine verströmen, herrscht bei Speed-Links neuestem Modell das Understatement eines zwar schnellen, aber dennoch auf Komfort bedachten Sportwagens vor.
Ist es mitsamt Pedalen und Netzteil erst einmal am PC angeschlossen, geht die Installation der mitgelieferten Treiber kurz und schmerzlos vonstatten. Eine aufwendige Kalibrierung entfällt, da sich das Lenkrad während des Fahrens ganz von selbst einstellt. Daher gehen wir direkt zu den Effekten über.
Über "Gamecontroller" in der Systemsteuerung von Windows XP gelangen wir zu den Eigenschaften der Spielsteuerung. Dort präsentiert sich ein Fenster, dass zur Demonstration von sechs verschiedenen Fahrbedingungen einlädt. Hier lässt sich sogar das typische Nageln eines älteren Dieselmotors simulieren. Bei einer auf 120 Prozent eingestellten Effektstärke kann es bei "Schlaglöchern" und "Kiesstraße" bisweilen ganz schön holprig zugehen.

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