Forscher entwickeln ersten unterbrechungsfreien Silizium-Laser
Intel: Datenverarbeitung mit Lichtgeschwindigkeit
Intel bezeichnet es als Durchbruch, als Meilenstein - und das ist es wohl auch: Einem Forschungsteam des weltweit größten Halbleiterherstellers ist es jetzt gelungen, erstmals einen unterbrechungsfreien Laserstrahl aus Silizium zu erzeugen. Das könnte die Datenverarbeitung revolutionieren.

Die Idee, Licht zu verstärken, um Daten zu übertragen ist ja an sich an alter Hut: Allerdings waren bislang kilometerlange Glasfaserkabel nötig, damit eine ausreichende Verstärkung überhaupt erzielt werden konnte. Intels Forscher haben es jetzt geschafft, das Ganze auf einen winzigen Chip zu packen - eine immense Kostenersparnis.
Raman-Effekt macht's möglich
Möglich ist das alles durch den so genannten Raman-Effekt: Wird ein Halbleiterwerkstoff durch energiereiche Laserpulse angeregt, gerät seine atomare Struktur in Schwingung und verstärkt so das Licht. Bei Silizium kommt zudem noch eine natürliche Schwingung der Atome hinzu. Dadurch ist der Raman-Effekt hier 10.000 Mal stärker als bei Glasfaser.
Allerdings ist die Technologie von einer Marktreife noch weit entfernt, sodass das Ganze im Moment vorerst noch Zukunftsmusik bleibt. In ein paar Jahren könnten dann aber die ersten Silizium-Laser-Chips einen Weg in die Computer finden. Und nicht nur dorthin: Denkbar wäre zum Beispiel auch der Einsatz in medizinischen Lasergeräten.
Photonen statt Elektronen
Bislang werden Daten in und zwischen Computern auf elektronischem Wege übertragen. In Zukunft könnte das aber im wahrsten Sinne des Wortes mit Lichtgeschwindigkeit möglich sein, wenn Photonen die guten alten Elektronen in Rente schicken und selbst das Ruder übernehmen.
