SlySoft wirft der IFPI die Verbreitung von Unwahrheiten vor.
SlySoft vs. Musikindustrie: Softwareschmiede schlägt zurück
SlySoft hat den Bundesverband der phonographischen Wirtschaft und die Deutsche Landesgruppe der IFPI als Vertreter der deutschen Musikindustrie abgemahnt. Der Hersteller der in Deutschland verbotenen Kopierprogramme CloneDVD und CloneCD wirft dem IFPI-Pressesprecher Dr. Hartmut Spiesecke vor, in einer Presseerklärung falsche Behauptungen über SlySoft verbreitet zu haben. Das berichtet HousePool.com.
In der Pressemitteilung von Ende Januar hatte die Plattenindustrie angekündigt, heise online wegen eines Artikels über Slysoft abgemahnt zu haben. In dem Text war über SlySoft-Software berichtet worden; der Artikel war auch mit einem Link zur Homepage des auf Antigua ansässigen Unternehmen versehen.
Slysoft stößt sich offenbar besonders an folgendem Satz aus der Pressemitteilung.: "Heise ermöglicht dem vor dem deutschen Gesetzgeber in die Karibik geflüchteten Hersteller aber nicht nur die hier verbotene Verbreitung seiner illegalen Software,..."
SlySoft nicht "in die Karibik geflüchtet"
Aus Sicht von der Anwaltskanzlei Wolf, die SlySoft vertritt, enthält der Passus gleich mehrere Unwahrheiten. Insbesondere sei SlySoft weder "in die Karibik geflüchtet" noch ein "Hersteller illegaler Software". Diese Aussagen stellen nach Ansicht der Kanzlei Wolf einen strafbaren rechtswidrigen Eingriff in den Gewerbebetrieb, eine kreditgefährdende Äußerung sowie einen unlauteren Wettbewerbsverstoß dar.
SlySoft verlangt nun von der IFPI, die Verbreitung dieser Behauptungen zu unterbinden und die Pressemitteilung von der Homepage zu nehmen. Außerdem soll der Musikverband eine Erklärung veröffentlichen, in der die Äußerungen widerrufen werden. Auch Schadenserstzforderungen behält sich das Unternehmen vor. Die IFPI hat auf die Abmahnung bislang nicht reagiert - die Pressemitteilung ist weiterhin online.
