Der UMTS-Nachfolger in den Startlöchern

HSDPA: Mobiler Internetzugang mit 9 Mbit/s

Ganz Deutschland wartet auf den Start der CeBIT am 10. März in Hannover, doch das Volk der Mobilfunk-Redakteure ist bereits jetzt in das kleine gallische Städtchen Cannes gereist, um auf dem 3 GSM World Congress der Verkündung neuer Handys und Mobilfunk-Technik zu lauschen.

Neben dem üblichen Reigen neuer Telefone wurden im sonnigen Süden auch mobile Internetzugänge mit 9 Mbit/s angepriesen, der Nachfolger von UMTS steht bereits in den Startlöchern, während UMTS selbst nicht einmal flächendeckend verfügbar ist.

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DSL in den Schatten gestellt

Die versprochenen 9 Mbit/s wurden in einem Live-Test von Ericsson erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und sind das derzeitige Limit für mobile Internetverbindungen. Der gemeine T-DSL-Nutzer wird bei solchen Downloadraten natürlich blass. Daheim erreicht er maximal 3 Mbit/s und das auch nur mit Hilfe eines Kupferkabels der Deutschen Telekom.

Bis das Überall-Breitband-Internet allerdings verfübar ist, wird noch etwas Zeit vergehen, denn Ericssons "HSDPA Phase 2" ist nur eine Weiterentwicklung von HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), das zum Jahreswechsel 2006 die heimischen Mobilfunknetze erweitern soll.

Schweres Gerät muss dafür nicht installiert werden, HSDPA beruht allein auf einer Software-Anpassung. Die höhere Bandbreite wird durch eine verbesserte Modulation erreicht, dies allerdings nur für die Downloadrichtung. Ein höherer Upload von bis zu 1 Mbit/s wäre nur mit HSUPA möglich, UMTS schafft derzeit nur 64 kbit/s. Das alte ISDN-Modem lässt grüßen.

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