Dreifacher Speicher eines Barcodes
RFID: Neue Plastik-Chips entwickelt
Verbraucherschutz
Weniger als 1 Cent pro Stück, sollen die RFID-Chips der Zukunft kosten. Denn Entwickler des Unternehmens PolyIC haben ein Verfahren gefunden, RFID-Chips auf Polymerbasis herzustellen, statt sie aus Silizium zu fertigen. Dadurch können die Chips mit einem speziellen Drucker auf Etiketten gedruckt werden.
Handelsketten blicken mit großem Interesse auf die neue Technik, denn mit der billigen Alternative könnten bald auch herkömmliche Supermarktartikel statt mit einem Barcode, mit einem RFID-Chip ausgestattet werden. Bislang war das zu teuer, denn im Moment kostet ein RFID-Chip ca. 30 Cent.
Besser als jeder Barcode
Die neuen Plastik-Chips sollen ein Speichervermögen von 128 Bit erreichen. Das ist knapp drei Mal soviel, wie auf einen Barcode passt. Im Unterschied zu diesem, kann man RFID-Chips aber so an einer Verpackung anbringen, dass sie nicht erkannt werden:
Der Abstand zweier Leiterbahnen auf einem Chip ist so breit, wie ein menschliches Haar. Die Chips können so unbemerkt unter Preisschildern und Etiketten angebracht werden. Datenschützer haben deshalb große Bedenken bei der Verwendung der neuen Chips.
Denn mit einem Empfangsgerät kann man die RFID-Chips ohne Sichtkontakt aus einigen Metern Entfernung auslesen. In den Chips sind, ähnlich wie beim bekannten Barcode, Seriennummern gespeichert. Bringt man diese Nummern irgendwie mit Kundeninformationen zusammen, kann man die Chips theoretisch dazu benutzen, Menschen zu überwachen.
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