43 Things bekommt Finanzspritze

Internet & Netzwelt: Geht Amazon unter die Blogger?

Amazon verkauft Bücher. Und DVDs. Und Elektrokleingeräte. Das war es dann auch schon. Im letzten Jahr hat Amazon noch eine Suchmaschine platziert. A9 heißt diese, aber ich kenne niemanden, der sie nutzt. Nun scheint sich Amazon für Weblogs zu interessieren, zumindest schreiben dies pte und ZDNet.

Genau genommen geht es um ein Spritze Frischgeld, die der Bücherriese einem kleinen Startup zukommen lässt. Josh Peterson war vor vier Jahren bei Amazon ausgestiegen und hat das Unternehmen Robot Co-op gegründet. Da wurden wohl alte Beziehungen wieder aufgefrischt.

Auf Robot Co-ops Website "43 Things" wird allerdings gar nicht gebloggt. Dort kann jeder, der will, ein Profil von sich hinterlegen: 43 Dinge, die man tun möchte, und ein Bild. Und welch Überraschung: Andere Menschen teilen dieselben Ziele. 43 Things zieht nun die Strippen zwischen den einzelnen Profilen.

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Kunden, die dieses Buch gekauft haben...

"People doing this are also doing these things:" heißt es dann. Wen erinnert das nicht an Amazons "Customers who bought this book also bought:"? Schließlich hat Peterson auch schon für den Bücherversender gearbeitet. So viel anders ist die Aufgabe von Amazon und 43 Things gar nicht.

Was die Ziele Amazons für diese Investition sind, liegt offiziell noch im Dunkeln. Keines der Unternehmen äußert sich derzeit zu der neuen Geschäftsbeziehung. Das US-amerikanische Vorzeigemagazin Salon titelt deshalb auch: "Amazon's 43 secrets".

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Dabei liegt es doch klar auf der Hand, dass dem Diätwilligen nicht nur eine Leidensgenossin, sondern auch ein Kochbuch für leichte Kost vermittelt werden kann. Und wer weiß, vielleicht kann man bei Amazon auch bald seine 43 Lieblingsautoren hinterlegen - und neue Freunde finden.

Mit der Blogszene hat dies also nichts zu tun, 43 Things ist nur eine der Ich-finde-neue-Freunde-Seiten, die an allen Ecken und Enden aus dem Boden sprießen. Dass man zu jedem persönlichen Ziel einen Kommentar abgeben kann, was soll's? Auch bei Amazon kann man Rezension verfassen. Ist Amazon deshalb ein Blog? Wohl kaum.

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