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15.02.2005
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Was sind I-, B-, P-Frames - was muss beim Schneiden berücksichtigt werden

MPEG2: Was man beim Arbeiten mit diesem Format beachten muss

DivX/DVD-Software

Erst bei der Wiedergabe des Filmes, errechnet die Player-Software ein vollständiges Bild, für jeden einzelnen Frame einer GOP. Die fehlenden Informationen eines P-oder B-Frames werden also nun aus I-Frames ergänzt, die die vollständigen Bildinformationen beinhalten. Je besser eine Player-Software diese Aufgabe erfüllt, umso höher ist die Bildqualität bei der Ausgabe an Monitor oder Fernseher. Ein weiterer Grund, um immer wieder nach neuen Produkten und Updates Ausschau zu halten.

Was nun bei MPEG zu beachten ist

Beim Schneiden von MPEG-2 Dateien dürfen diese Gruppen nicht zerschnitten werden, da sonst Fehler im Film (Artefakte, falsche Farben, …) entstehen könnten. Vermeiden lässt sich dieses Problem ohne weiteres, indem Sie als Schnittpunkt in einer MPEG-2-Datei immer nur I-Frames auswählen. Sie bilden so genannte "acess points", an der jeweils die Kodierung für die nächsten 15 Frames eines Filmes beginnt. Um immer einen sauberen Schnitt zu gewährleisten, sollte man immer nur I-Frame für Schnittmarken nutzen.

Kommen wir zu unserem Vergleich mit dem Daumenkino zurück. In ihren Händen halten Sie einen Stapel Urlaubsbilder - alle sehr kurz hintereinander ausgelöst. Auf den Bildern: blauer Himmel und im Hintergrund die Sonne, die sich zum Horizont bewegt - sonst nichts. MPEG würde versuchen die Bewegung der Sonne vorherzusagen - wieder Speicherplatz gespart, da Positionsangaben weggelassen werden können. Wird die Bewegungsrichtung allerdings falsch eingeschätzt, entstehen hässliche Artefakte, die auch als Treppeneffekt bezeichnet werden. Auch die Farbinformationen müssten nicht in jedem Frame komplett gesichert werden.

Zusammengefasst

MPEG bezeichnet ein Verfahren, um Videodateien zu komprimieren. Dabei wird der geringere Speicherplatz durch Weglassen von Informationen erreicht. Gespeichert wird nur die Veränderung von aufeinanderfolgenden Bildern, alle 15 Bilder wird eine I-Frame benötigt. Die kleinste sinnvolle Einheit in MPEG-Dateien wird durch die Group of Pictures (GOP) gebildet. Sie besteht immer aus I-,B- und P-Frames.

Beim Schneiden eines MPEG Filmes sollten Sie immer darauf achten, dass man I-Frames für die Schnittpunkte benutzt. Für den Endpunkt sind auch P-Frames zulässig. Das ergibt zwar keinen framegenauen Schnitt, aber zum Entfernen von Werbepausen reicht das allemal aus.

Autor/in: (mk)


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