Was sind I-, B-, P-Frames - was muss beim Schneiden berücksichtigt werden
MPEG2: Was man beim Arbeiten mit diesem Format beachten muss
Alexander Falk
Ermutigt durch den Erfolg anderer Projekte zur weltweiten Vereinheitlichung von Standards, wurde die Motion Pictures Expert Group (MPEG) ins Leben gerufen - eine Arbeitsgruppe der ISO. Die Anfangsbuchstaben dieser Gruppe bilden den Namen ihrer Videoformate: MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4.
Mit MPEG werden nicht nur Videobilder komprimiert, sondern auch die dazugehörigen Audiosignale. Außerdem sorgt dieses Verfahren für die Synchronisation zwischen Bild und Ton. In diesem Artikel soll es um die Besonderheiten von MPEG-2 gehen und um das, was man beachten muss, wenn man diese Dateien schneiden will.
Wie funktioniert die Kodierung von MPEG-2?
Ein MPEG-2-Film - etwa eine Fernsehaufzeichnung, DVB-T lässt grüßen - besteht aus vielen tausenden Frames. Jeder Frame entspricht einem Bild, ähnlich einer Reihe von Fotos, die man als Daumenkino durch seine Finger rattern lässt. Da MPEG-Filme auf dem Bildformat JPG aufbauen, hinkt dieser Vergleich noch nicht einmal. Für das europäische Fernsehsystem (PAL), werden zum fehlerfreien Darstellen von Filmen 25 einzelne Bilder pro Sekunde benötigt. Das ergibt 90.000 Bilder für einen einstündigen Film - eine enorme Datenmenge. Mit dem Speicherplatz einer DVD kommt man da schon lange nicht mehr aus - eine andere Lösung musste her.
Um Speicherplatz, Ressourcen und damit Geld zu sparen, haben sich kluge Köpfe nun folgenden Trick einfallen lassen. Bildinformationen die auch in nachfolgenden Bildern wiederkehren, werden nicht in jedem Frame komplett gespeichert. Wichtig sind nur die Unterschiede zum nächsten Frame bzw. Bild. Durch das Weglassen der doppelten Informationen erreicht man eine Reduzierung der Dateimenge. Vollständige Bilder werden als I-Frames bezeichnet, die abgespeckten nennt man B-oder P-Frames.
Um die fehlenden Bild-Informationen zu rekonstruieren, wird für diese abgespeckten Frame-Typen (B- und P-Frames), immer auch ein I-Frame benötigt. Die Kodierung von MPEG-2 ist so geschrieben, dass die fehlenden Informationen aus diesen Bildern (I-Frames) errechnet werden können. Eine solche Gruppe von untereinander abhängigen Frames, bezeichnet man als Group of Pictures (GOP).
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