E-Mail als Killer-Applikation
Internetnutzung: Im Osten wenig Neues
Die digitale Spaltung ist keine Frage der Geografie, jedenfalls ist der Osten Deutschlands nicht offline. 61 Prozent der ostdeutschen Erwachsenen haben Zugang zum Internet, das sind drei Prozent mehr als 2003. Großer Nachholbedarf scheint nicht zu bestehen. Der Sprung von 2001 auf 2003 betrug noch 16 Prozent.
Die Zahlen entstammen der repräsentativen Umfrage "Zugang zum und Nutzung des Internets in Ostdeutschland", die durch das Institut für Marktforschung aus Leipzig durchgeführt und in der letzten Woche veröffentlicht wurde.
Weniger Arbeitsplätze (mit Internetzugang)
Demnach scheint der Internetzugang in Ostdeutschland eine eher private Angelegenheit zu sein. Nur jeder Vierte geht sowohl dienstlich als auch privat online, sechs Prozent sogar nur am Arbeitsplatz. Dem stehen 28 Prozent gegenüber, die nur vom heimischen Sofa aus surfen.
Interessant dabei ist, dass der Anteil der Doppelnutzer (privat und dienstlich) gesunken ist, während mehr User nur noch privat online gehen. Die digitale Spaltung ist eben doch nicht nur digital, sondern auch eine Folge der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Das Verkaufen privater Waren entwickelt sich in Deutschland zum Volkssport. Schon jeder Fünfte (21 Prozent) verkauft seine Waren im Web. Knapp 13 Millionen Deutsche zwischen 16 und 74 Jahren haben 2007 private Verkäufe getätigt. Damit liegen die Deutschen auf Platz zwei im EU-Ranking.
Der Alltag verlagert sich ins Internet: 70 Prozent der Deutschen nutzen das World Wide Web, aber nur ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich im Internet "Zuhause". In einer Studie der Initiative D21 wird die digitale Gesellschaft in Deutschland analysiert, mit einem erstaunlichen Ergebnis.
Der Anteil derjenigen, die Online-Banking nutzen wächst beständig. Inzwischen sind es laut Bitkom 26 Millionen. Doch noch immer haben viele Vorbehalte.
Deutschland hat mehr Internetnutzer, aber gleichzeitig herrscht nach wie vor eine Kluft zwischen Ost und West bei der Digitalisierung der Gesellschaft. Und noch weitere Unterschiede macht der (N)Onliner-Atlas 2010 deutlich.
Mehr als die Hälfte aller Bundesbürger über 14 Jahren haben schon mindestens einmal etwas bei eBay oder einem anderen Online-Auktionshaus ersteigert. Dabei bieten insbesondere Bürger aus den neuen Bundesländern mit. Am häufigsten werden Hobby- und Freizeitartikel erstanden.




