Warnung vor Überregulierung

Voice over IP: Leichte Kritik an Deutschland

Die Vertreter der europäischen Regulierungsbehörden trafen sich zur European Regulators Group (ERG) und berieten über die Zukunft von Voice over IP. Telefonieren über das Internet liegt im Trend, und den möchte man nicht aufhalten. Man verständigte sich auf eine liberale Regulierung, war sich aber uneins darüber, wie diese nun aussehen solle.

Die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding warnte hinterher in einem Gespräch mit der Wirtschaftszeitung Handelsblatt vor einer Überregulierung. Der EU-Rechtsrahmen für Telekommunikation solle vorerst nicht auf Internet-Telefonie ausgedehnt werden.

Die EU-Kommission liegt damit nahe an der Linie der US-amerikanischen Regulierungsbehörde FCC, deren scheidender Vorsitzender Michael Powell noch durchgesetzt hatte, dass Voice over IP in den USA nicht wie ein Telefon-, sondern wie ein IP-Dienst behandelt wird. Mit der Folge, dass weniger Regularien gelten.

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Keine gemeinsamen Richtlinien

Ein Beispiel, wie man es nicht machen solle, hatte die European Regulators Group auch parat. Es wurde Kritik am Vorgehen der deutschen Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) laut, wie sie die Vergabe der Vorwahlen für VoIP-Rufnummern geregelt habe.

Europaweit war man sich einig, dass sowohl geografische als auch spezielle VoIP-Vorwahlen möglich sein sollten. Letztere dürften aber nicht mit überteuerten Gebühren verbunden sein.

Auf konkretere Richtlinien konnte man sich aber nicht einigen. Generell war man geteilter Meinung über den Grad der notwendigen Regulierung, weshalb es auch weiterhin keine einheitliche Regulierung in den EU-Staaten geben werde.

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