20 Prozent des Kabelbetreibers wechseln den Besitzer
Kabelgewirr: Geschacher um ish-Anteile
Zu klein, um satte Gewinne einzufahren - zu groß, um von der Bildfläche zu verschwinden. Was bleibt den Kabelnetzbetreibern in Deutschland übrig, als zu fusionieren? Seit Jahren versuchen ish und Co dies schon, aber mal vergaloppiert sich ein Investor, mal winkt das Bundeskartellamt mit einem Veto.
Nun liegt die Nummer zwei in Deutschland, ish, auf dem Verkaufstresen. 20 Prozent gingen heute für 150 Millionen Euro an BC Partners - ein Anlauf zum nächsten Kartellamts-Entscheid, denn der Finanzinvestor besitzt bereits den Konkurrenten Telecolumbus. Aber auch andere Investoren sind interessiert.
Fusion oder keine Fusion?
So hat der Besitzer des hessischen Kabelnetzbetreiber iesy, Apollo, laut unterschiedlichen Medienberichten zwischen 1,6 und 2 Milliarden Euro für den Rest von ish geboten. ish selbst ist nur in Nordrhein-Westfalen vertreten und hat dort vier Millionen Kunden. Um das Filestück bewerben sich allerdings mit etwas geringeren Geboten auch noch Carlyle und eben BC Partners.
Es bleibt verworren: Erhält auch hierbei BC Partners den Zuschlag, stände einer Fusion von ish und Telecolumbus nichts im Weg. Macht Apollo das Rennen, könnten ish und iesy zusammen gehen. Eine Entscheidung in diesem Fall wird allerdings erst in einigen Wochen erwartet.
Und dann wird auch das Bundeskartellamt wieder ein Wörtchen mitreden wollen. Beim anstehenden Kauf von ish und iesy durch Kabel Deutschland war der Einspruch so greifbar nahe, dass Kabel Deutschland entnervt aufgegeben hatte.
Links zum Thema
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