SMS-Spam soll zunehmen
Mobilfunk: SMS-Spam plagt Handy-Nutzer
Es gibt plumpe Methoden und elegante, um der SMS-Generation das wilde gesimse abzugewöhnen. Plump ist der reine Handy-Entzug, inklusive Gequengel und nikotinartigen Entzugserscheinungen. Die elegante Version heisst "SMS-Spam".
Lästige Nachrichten
Denn SMS-Spam ist lästig. Nach einer Studie, die Forscher der Universität St. Gallen zusammen mit einem Sicherheitstechnologie-Anbieter durchgeführt haben, sollen bereits 80 Prozent aller Handy-Nutzer regelmässig SMS-Spam erhalten.
Teilnehmer der Studie waren 1659 Handy-Nutzer von 154 Mobilfunk-Anbietern weltweit. Macht grob 10 Anwender pro Anbieter, nicht gerade repräsentativ. Die Kunden gaben in der Studie vor allem den Anbietern die Schuld am Mobilfunk-Spam. Deshalb würden auch acht von zehn Kunden, die Spam auf's Handy bekommen, eher den Mobilfunk-Anbieter als die Rufnummer beim gleichen Anwender wechseln, um dem Spam Einhalt zu gebieten.
Die Uni und die Pest
Die Forscher der Uni St. Gallen interpretieren die Zahlen als den Beginn einer weitaus größeren mobilen Spam-Pest. In den kommenden zwei Jahren rechnen sie mit einem starken Anstieg des SMS-Spams. Der Meinung waren auch 83 Prozent der Befragten Kunden und Anbieter. Gegenüber dem Medium Email ist die Spam-Sicherheit von Handys allerdings höher: Der Versand von SMS ist immer noch kostenpflichtig, weshalb ein exzessiver Missbrauch wie bei Email von vorneherein verhindert wird.
Oft genug ist Mobilfunk-Spam auch kein echter Mobilfunk-Spam. So erlauben manche Email-Accounts die automatische Benachrichtigung der Kunden via SMS. Die Kurzmitteilungen sehen aus wie SMS-Spam, sind aber in Wahrheit nur die SMS-Benachrichtigung darüber, dass eine Spam-Email im Postfach angekommen ist. Doch da muss man erst einmal dahinter kommen.
Nie wieder SMS-Daumen
Ausufernder SMS-Spam kann allerdings auch seine positiven Seiten haben. So würde der Lieblings-Kommunikationsweg junger Frauen durch ausufernde Spam-Nachrichten endlich einmal gekappt. Ganz ohne Entzugserscheinungen. Dann nämlich, wenn die Mädels anfangen, das vor unsinnigen Meldungen ständig piepsende Handy als lästig zu empfinden.
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