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09.07.2006
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Filme umwandeln und schneiden

Tutorial: Filme kodieren mit TMPGenc

DivX/DVD-Software

Bild und Ton voneinander trennen und zusammenfügen

Durch einen Mausklick auf den Button "MEPG tools" wird ein neues Fenster geöffnet. Hier findet man zwei Register vor: "Multiplexing" und "Demultiplexing". Hinter den beiden Begriffen verbirgt sich nichts anderes, als dass eine Video- mit einer Tonspur zusammengefügt (Multiplexing) oder die beiden Spuren voneinander getrennt (Demultiplexing) werden. Eine häufig gestellte Anforderung an Programme im Videobereich. Spielen wir das Demultiplexing an Hand eines Beispiels Schritt für Schritt durch.

Angenommen, man hat ein Live-Konzert als MPEG-Videodatei auf seiner Festplatte. Das Material kann zum Beispiel von einer DVD oder dem Mitschnitt einer Fernsehsendung stammen. Sie möchten das Konzert auf einem tragbaren MP3-Player hören können. Kein Problem - klicken Sie zunächst auf den Button "MPEG tools" und wählen Sie anschließend das Register "Demultiplexing". Klicken Sie nun auf den Button "Browse" rechts neben dem Feld "File input". Markieren Sie nun die gewünschte Datei. Leider werden für diese Funktion nur die Formate .mpg, .mpeg und .m2p unterstützt. Mit dem Button "Start" beginnt der Vorgang.



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Muxxen und Demuxxen

Jetzt passiert Folgendes: Zuerst wird die Videospur herausgelöst und anschließend als separate Datei im gewählten Zielordner abgelegt. Der Dateiname wird folgenden Formatstring haben "xx.m1v". Im Normalfall werden Windows-User zum Abspielen der Datei eine DVD-Player-Software angeboten bekommen. Aber auch die Wiedergabe im Mediaplayer oder Winamp stellt kein Problem dar. Die Audiospur wird als MP2-Datei abgespeichert - einem MP3-ähnlichem Dateiformat, das ebenfalls in sämtlichen Playern abgespielt werden kann.

    Tipp: Verarbeiten Sie die Audiospur noch weiter, indem Sie die MP2-Datei zu einer noch besser komprimierten MP3-Datei umwandeln - im Test konnten so noch bis zu 20 Prozent Speicherplatz gespart werden. Nehmen Sie hierfür beispielsweise "Foobar 2000", eine leistungsstarke Player-Software. Durch die vielen zusätzlichen Funktionen und integrierten Tools sollte dieses Programm sowieso auf keinem Rechner fehlen. Wie Sie die Datei konvertieren, können Sie in diesem Tutorial lesen.

    Da Sie bislang nur eine große MP3-Datei erstellt haben, sollten Sie die Datei nun in mehrere Tracks unterteilen. Für diese Aufgabe bietet sich MP3 Direct Cut an. Auch zu diesem Programm finden Sie ein Tutorial auf netzwelt. Die beiden vorgeschlagenen Programme sind Freeware und in unserem Softwarearchiv zu finden.

Das Multiplexing - das Zusammenfügen von Bild und Ton - funktioniert analog zum eben erklärten Demultiplexing, dem Trennen der beiden Spuren. Logischerweise muss man sowohl eine Video- als auch eine Audiodatei auswählen. Akzeptiert werden die Audioformate MP1, MP2, MP3 und das Format AC3 (Dolby Digital bei DVDs und DVB-T). Für die Videospur kommen sämtliche MPEG-Formate in Frage. Das sind Dateien mit der Endung .m1v, .m2v, .mpv, .vbs sowie .mpeg. Die ausgewählten Spuren werden nun nebeneinander gelegt und anschließend "verklebt". Die Zieldatei besteht dann nur noch aus einer Datei, die beide Spuren beinhaltet.

Fazit

Das Programm hat alle Aufgaben zufriedenstellend erfüllt. Das Encodieren verlief in sämtlichen Tests fehlerfrei und war dabei ziemlich schnell abgearbeitet, egal welches Format gewählt wurde. Das man für die Audiospur nur eine so geringe Qualität wählen kann, ist allerdings ein Witz. Wer nicht viele Mausklicks machen möchte, um einen Film zu encodieren, für den ist das Programm geeignet. Getestet haben wir die Vollversion des Programms, die 58 US Dollar kostet. Allerdings funktioniert die Freeware-Version ebenfalls einwandfrei und die Arbeitschritte weichen nur wenig von dieser Anleitung ab.

Autor/in: (mk)


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