Filme umwandeln und schneiden

Tutorial: Filme kodieren mit TMPGenc

Tutorial: Filme kodieren mit TMPGenc Videodateien finden sich in den verschiedensten Formaten auf dem heimischen Computer wieder. Der Idealfall: Man hat alle Dateien im gleichen Format auf der Festplatte vorliegen. Da das aber meistens nicht der Fall ist, beschäftigen wir uns im heutigen Tutorial mit einem Programm, das die verschiedenen Formate umwandeln kann.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Inhaltsverzeichnis
  2. 2Encoden
  3. 3Bild und Ton verschoben?
  4. 4Video-Tutorial

Inhaltsverzeichnis

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Encoden

Die Hauptfunktion von TMPGEnc ist, wie der Name des Programms schon vermuten lässt, das Encodieren von Videodateien. Dabei unterstützt das Programm eine Menge unterschiedlicher Formate, das gilt sowohl für die Quell- als auch die Zieldatei. Die Palette reicht von Windows Media, AVI und MPEG bis hin zu Quicktime-Movies. Am liebsten rechnet das Programm allerdings mit dem MPEG-Standard - jenem Format, welches auf den meisten DVDs verwendet wird.

Klicken Sie zunächst auf den Button "Start new Project" und dann auf den Button "Add file". Wählen Sie nun Ihre Quelldatei aus und bestätigen Sie mit "OK". Das Programm analysiert die Datei nun selbständig und sammelt so Informationen zu Auflösung, Farbschema und den verwendeten Codecs. Kurz danach wird automatisch ein neues Fenster geöffnet. In diesem Fenster haben Sie die Möglichkeit, Ihren Film zu bearbeiten. Nachträgliches Schneiden, etwa um Werbung von einer DVB-T Aufzeichnung zu entfernen, sowie das Zuschalten von verschiedenen Filtern, um beispielsweise Farbkorrekturen vorzunehmen, werden ebenfalls vom Programm ermöglicht.

Bild und Ton verschoben?

Falls Bild und Ton in Ihrem Video verschoben (interleaved) sind, können Sie das mit der Funktion "Audio shift correction" wieder beheben. Einfach den gewünschten Wert in Millisekunden eingeben und mit dem richtigen Vorzeichen versehen. Sobald alles korrekt eingestellt ist, was der Normalfall sein dürfte, schließen Sie das Fenster mit dem Button "OK" unten rechts. Klicken Sie im nächsten Fenster auf den Button "Set Output" und wählen Sie anschließend Ihr Zielformat aus. Sie können zwischen DVD, XDVD, Video-CD, Super Video CD, MPEG, AVI, Wave und Windows Media entscheiden.

Video-Tutorial

Dieses Video-Tutorial wurde mit Hilfe der Shareware-Version erstellt. Als Quelldatei wurde eine VOB-Datei direkt von der DVD verwendet. Ziel ist eine DivX-AVI-Datei zu erzeugen, dazu wird die VOB-Datei zunächst in Audio- und Video-Spur getrennt und später wieder zusammengefügt. Auf den folgenden Seiten wird der gleiche Vorgang schriftlich beschrieben. Durch die Aufzeichnung einer Filmsequenz ist dieses Video-Tutorial recht groß, deshalb kann der Ladevorgang etwas länger dauern als gewohnt.


Zur AVI konvertieren

In diesem Tutorial haben wir uns für das AVI-Format entschieden, was für die meisten Leser am interessantesten sein dürfte. Zum Erstellen einer AVI-Datei klicken Sie im Fenster "Output Format Selection" auf "AVI Output". Achtung: Wenn Sie nun direkt auf den Button "Encoden" klicken würden, würde das Programm eine unkomprimierte AVI-Datei erstellen. Ein Film mit einer Länge von gerade einmal 30 Sekunden belegt dann schnell über 200 Megabyte wertvollen Festplattenspeicher.

Um das zu umgehen, sollten Sie die Videospur komprimieren. Wählen Sie im Bereich "Output codec setting" jeweils einen Codec aus, und zwar sowohl für die Audio- als auch die Videospur. Zur Verfügung stehen nur diejenigen Codecs, die auf Ihrem System bereits installiert sind. DivX und Xvid erzielten im Test die besten Ergebnisse. Das gilt sowohl für die Dateigröße als auch die erreichte Qualität. Die ehemals unkomprimierte AVI-Datei mit einer Größe von 238 Megabyte wurde von den beiden Codecs auf knapp drei Megabyte geschrumpft - das ist Speicherplatzersparnis.

Tonspur komprimieren

Die Tonspur lässt sich ebenfalls komprimieren, allerdings ist die Auswahl der Codecs die einem zur Verfügung steht nicht besonders gut. Da kann man bei so einem Programm mehr erwarten - MP3s mit einer begrenzten Bitrate von 58 K/bits sind schon lange nicht mehr zeitgemäß.

Encoden der Datei

Um das Encodieren der Datei, also das Umwandeln von einem Dateiformat in ein anderes, zu beginnen, klicken Sie nun auf den Button "Encode" und anschließend auf den Button "Start Output". Umgehend beginnt das Programm mit dem Enodieren der Datei. Falls Sie mehrere Dateien bearbeiten wollen, sollten Sie die Batch-Funktion benutzen. Alles bleibt wie gehabt. Anstelle des Buttons "Start Output" müssen Sie nun auf den Button "Register in Batch list" klicken. Alle Aufträge, die Sie der Batchliste hinzugefügt haben, können mit dem "Batch Encode Tool" wieder gestartet werden. Über den Startbildschirm von TMPGenc können Sie auf das Tool zugreifen.


Bild und Ton voneinander trennen und zusammenfügen

Durch einen Mausklick auf den Button "MEPG tools" wird ein neues Fenster geöffnet. Hier findet man zwei Register vor: "Multiplexing" und "Demultiplexing". Hinter den beiden Begriffen verbirgt sich nichts anderes, als dass eine Video- mit einer Tonspur zusammengefügt (Multiplexing) oder die beiden Spuren voneinander getrennt (Demultiplexing) werden. Eine häufig gestellte Anforderung an Programme im Videobereich. Spielen wir das Demultiplexing an Hand eines Beispiels Schritt für Schritt durch.

Angenommen, man hat ein Live-Konzert als MPEG-Videodatei auf seiner Festplatte. Das Material kann zum Beispiel von einer DVD oder dem Mitschnitt einer Fernsehsendung stammen. Sie möchten das Konzert auf einem tragbaren MP3-Player hören können. Kein Problem - klicken Sie zunächst auf den Button "MPEG tools" und wählen Sie anschließend das Register "Demultiplexing". Klicken Sie nun auf den Button "Browse" rechts neben dem Feld "File input". Markieren Sie nun die gewünschte Datei. Leider werden für diese Funktion nur die Formate .mpg, .mpeg und .m2p unterstützt. Mit dem Button "Start" beginnt der Vorgang.

Muxxen und Demuxxen

Jetzt passiert Folgendes: Zuerst wird die Videospur herausgelöst und anschließend als separate Datei im gewählten Zielordner abgelegt. Der Dateiname wird folgenden Formatstring haben "xx.m1v". Im Normalfall werden Windows-User zum Abspielen der Datei eine DVD-Player-Software angeboten bekommen. Aber auch die Wiedergabe im Mediaplayer oder Winamp stellt kein Problem dar. Die Audiospur wird als MP2-Datei abgespeichert - einem MP3-ähnlichem Dateiformat, das ebenfalls in sämtlichen Playern abgespielt werden kann.

    Tipp: Verarbeiten Sie die Audiospur noch weiter, indem Sie die MP2-Datei zu einer noch besser komprimierten MP3-Datei umwandeln - im Test konnten so noch bis zu 20 Prozent Speicherplatz gespart werden. Nehmen Sie hierfür beispielsweise "Foobar 2000", eine leistungsstarke Player-Software. Durch die vielen zusätzlichen Funktionen und integrierten Tools sollte dieses Programm sowieso auf keinem Rechner fehlen. Wie Sie die Datei konvertieren, können Sie in diesem Tutorial lesen.

    Da Sie bislang nur eine große MP3-Datei erstellt haben, sollten Sie die Datei nun in mehrere Tracks unterteilen. Für diese Aufgabe bietet sich MP3 Direct Cut an. Auch zu diesem Programm finden Sie ein Tutorial auf netzwelt. Die beiden vorgeschlagenen Programme sind Freeware und in unserem Softwarearchiv zu finden.

Das Multiplexing - das Zusammenfügen von Bild und Ton - funktioniert analog zum eben erklärten Demultiplexing, dem Trennen der beiden Spuren. Logischerweise muss man sowohl eine Video- als auch eine Audiodatei auswählen. Akzeptiert werden die Audioformate MP1, MP2, MP3 und das Format AC3 (Dolby Digital bei DVDs und DVB-T). Für die Videospur kommen sämtliche MPEG-Formate in Frage. Das sind Dateien mit der Endung .m1v, .m2v, .mpv, .vbs sowie .mpeg. Die ausgewählten Spuren werden nun nebeneinander gelegt und anschließend "verklebt". Die Zieldatei besteht dann nur noch aus einer Datei, die beide Spuren beinhaltet.

Fazit

Das Programm hat alle Aufgaben zufriedenstellend erfüllt. Das Encodieren verlief in sämtlichen Tests fehlerfrei und war dabei ziemlich schnell abgearbeitet, egal welches Format gewählt wurde. Das man für die Audiospur nur eine so geringe Qualität wählen kann, ist allerdings ein Witz. Wer nicht viele Mausklicks machen möchte, um einen Film zu encodieren, für den ist das Programm geeignet. Getestet haben wir die Vollversion des Programms, die 58 US Dollar kostet. Allerdings funktioniert die Freeware-Version ebenfalls einwandfrei und die Arbeitschritte weichen nur wenig von dieser Anleitung ab.

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