Euronoten mit Spitzel-Bonus
Sicherheit: RFID-Geldscheine noch in diesem Jahr
Die Europäische Zentralbank wird noch in diesem Jahr Euro-Banknoten mit RFID-Chips ausstatten. Zweck dieser Bargeld-Aufrüstung ist der Schutz vor Falschgeld. Und die bessere Kontrolle der Bürger.
Inhaltsverzeichnis
- 1Schwere Geldbeutel
- 2Enormer Chip-Hunger
- 3Prägende Geldautomaten
- 4Einzelhandels-Allüren
- 5Keine Spionage dank Fluktuation?
Schwere Geldbeutel
Früher war alles schwerer: Geldbörsen wogen schwer, musste der mittelalterliche Reck doch den Gegenwert seiner Einkäufe in Gold mit sich herumschleppen. Dann kam der Geldschein, die Geldbörse wurde wieder leichter, dafür könnte ihn im Grunde jeder nachdrucken. Sofern er nur über die entsprechenden Mittel verfügte.
Seitdem herrscht ein Krieg zwischen Banken und Kriminellen. Gegenseitige Aufrüstung wie im kalten Krieg. Und immer sind die Fälscher den Banken nicht lange hinterher. Grund genug für die Verantwortlichen der Europäischen Zentralbank, die Banknoten mit RFID-Chips endgültig eindeutig und damit Fälschungssicher zu machen. Denn per RFID lässt sich nach Ansicht der EZB jederzeit eindeutig klären, ob es sich bei einem Geldschein um ein Original oder eine Fälschung handelt.
Enormer Chip-Hunger
Noch in diesem Jahr sollen die ersten Euros mit den Funkchips ausgestattet werden. Und Finanzkriminellen aller Couleur das Leben schwer machen. Der Vertrag mit dem Chip-Produzenten Hitachi ist laut dem Branchen-Brief "Czerwensky intern" bereits unter Dach und Fach. Die benötigte Menge an Chips ist so riesig, dass Hitachi Unterauftragnehmer einsetzen muss.
Die Chips sollen nicht nur Geldfälschern das Leben schwer machen, sondern auch Geldwäschern. Denn die RFID-Chips in den Banknoten sollen sehr gesprächig sein: Neben der weltweit einzigartigen Seriennummer lassen sie sich auch mit Informationen über ihre letzten Stationen bestücken.
