DRM: Rechtesicherung um jeden Preis?
DRM auch auf dem PC problematisch
Microsoft hat keine eigene Hardwarelösung. Bill Gates und Co. schließen deshalb fleißig Verträge mit verschiedenen Herstellern von Flash- und Festplattenplayern ab. Ob die geschützten WMA-Dateien (zum Beispiel von Musicload) auch wirklich mit dem mobilen Player abgespielt werden können, soll das eigens hierfür entworfene PlaysForSure-Logo von Microsoft anzeigen. Geräte, die dieses Logo tragen, sollen voll kompatibel zu dem DRM-System aus Redmond sein.
Doch nicht nur beim Abspielen mit einem portablen Player kann es Probleme geben. Damit die Musikdateien auf dem PC wiedergegeben werden können, wird oft eine spezielle Software benötigt (zum Beispiel Apple iTunes oder der Windows Media Player). Diese übernimmt meist auch das Brennen der Musikstücke auf CD, da auch hier bestimmte Einschränkungen überwacht werden müssen.
Unpraktisch ist diese Lösung dann, wenn man sein selbst erstelltes Musikarchiv mit dem Lieblings-Player abspielen möchte und für alle dazugekauften Songs aus dem Internet noch einen weiteren Player zusätzlich benötigt.
Nur Nachteile für den Käufer?
Der Kauf von Musikdateien in Online-Shops hat trotz DRM-Behaftung auch Vorteile. Vor allem ist beim Online-Kauf eines Songs die rechtliche Situation klar und eindeutig. Anders als bei der rechtlichen Grauzone Filesharing kann man Musiktitel bei iTunes und Co. mit ruhigem Gewissen downloaden.
Auch ist der Preis eines online gekauften Albums meist günstiger als im Laden. Natürlich fehlen bei der "Netz-Variante" auch CD, Hülle und Booklet. Außerdem werden oft verlustbehaftet komprimierte Dateien zum Download angeboten. Diese liefern durch ihre Kompression keine echte CD-Qualtiät und sind damit klanglich schlechter als ihre Pendants aus dem Musikladen um die Ecke.
