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07.02.2005
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Entscheidung des Stuttgarter Landgerichts

Hausratspolice zahlt den Computer, aber nicht die Daten

Verbraucherschutz

Wer seinen Computer nicht nur zum Daddeln benutzt, sondern ihn auch für wichtige private oder gar geschäftliche Zwecke nutzt, sollte ihn versichern. Am einfachsten geht das über die Hausratversicherung. Doch damit ist nur die Hardware versichert, nicht die Daten - das entschied laut Stiftung Warentest das Stuttgarter Landgericht (Az. 5 S 106/04).

Dabei lässt sich der materielle Verlust meist leichter verschmerzen als der Verlust der Daten: Wenn es sich nicht um einen Supercomputer handelt, lässt sich der Schaden meist relativ schnell ausbügeln, verlorene Daten bekommt man aber in den seltensten Fällen wieder.

Alle Adressen weg

Konkret ging es darum, dass ein Fahhradhändler nach einem Blitzschlag seine Kundenkartei nicht mehr öffnen konnte. Der Händler beauftragte eine Datenrettungsfirma und wollte sich deren Rechnung von der Hausratsversicherung erstatten lassen. Das Landgericht urteilte, es handele sich bei Daten nicht um "Sachen im Sinne der Hausratsversicherung". Stiftung Warentest rät Geschäftsleuten, eine Elektronikversicherung abzuschließen, die solche Schäden abdeckt.

Besser ist es natürlich, seine Daten regelmäßig zu sichern. Je wichtiger die Daten sind, desto häufiger sollten sie gesichert werden. Adressbücher beispielsweise sind unwiederbringlich, verbrauchen aber wenig Speicherplatz, deshalb sollte man sie zumindest eimal pro Woche, vielleicht sogar täglich sichern. Genauso sollten wichtige Projekte täglich gesichert werden.

Backups müssen sein

Für die Sicherung kleiner Datenmengen bieten sich vor allem Netzlaufwerke an. Bei manchen Freemail-Diensten ist ein solches Laufwerk dabei, ansonsten kann man sich einfach eine weitere E-Mail-Adresse einrichten, an die man die Backups schickt.

Größere Datenmengen sind auf CDs und DVDs gut aufgehoben, allerdings ist zurzeit noch unklar, wie lange beschreibbare Medien halten. Sobald sich Probleme beim lesen der Medien einstellen, sollte schnellstmöglich eine Kopie angefertigt werden.

Software hilft gerne

Wer mit richtig großen Datenmengen arbeitet, diese aber nur kurzfristig braucht, kommt um die Anschaffung einer externen Festplatte nicht herum. Diese sollte über USB 2 oder Firewire angebunden werden, dann geht auch das Kopieren flott.

Vor allem bei wiederkehrenden Backup-Vorgängen empfiehlt sich die Nutzung einer Backup-Software, die die Sicherheitskopien regelmäßig und automatisch anlegt und sie auch im Notfall wieder herstellen kann.

Autor/in: (lg)


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